Von Stillhütchen bis Stillpumpe - welches Zubehör für die Stillzeit?

Stillzubehör

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Soviel vorweg: Das Schöne am Stillen ist ja gerade, dass Sie normalerweise - außer vielleicht Stilleinlagen - kein Zubehör brauchen. Allerdings können manche Hilfsmittel in bestimmten Situationen nützlich sein.

Brustwarzenformer

Sie helfen Frauen mit Hohl- oder Schlupfwarzen, die Brust auf das Stillen vorzubereiten. Dazu werden sie bereits in der Schwangerschaft getragen. Sie üben sanften Druck auf den Brustwarzenhof aus. Das hilft, die Brustwarze so zu formen, dass Ihr Baby sie mit dem Mund gut fassen kann. Die Brustwarzenformer haben eine besonders weiche Auflage aus Silikon und Belüftungslöcher. So kann die Luft zirkulieren. Dank ihrer guten Passform können Sie die Former unauffällig unter der Alltagskleidung tragen. Ihre betreuende Hebamme oder auch ihr Arzt/Ihre Ärztin kann Sie im Vorfeld beraten. Übrigens: Beim Stillen machen sich die Brustwarzenformer später als Milchauffangschälchen nützlich.

Stillhütchen

Sie kommen vor allem zum Einsatz, falls die Brustwarzen in der Stillzeit doch einmal wund werden sollten. Dann ist es zwar sinnvoll, erst einmal andere Mittel auszuprobieren (z.B. Schwarzteebeutel-Auflagen, Muttermilch auf der Brustwarze einziehen lassen, Luftbäder für die Brust oder auch Salbe). Sollten die allein nicht helfen oder sind die Brustwarzen sehr entzündet, können Stillhütchen die Heilung unterstützen. Sie sind jedoch nicht als Dauerlösung zu sehen, sondern als vorübergehende Hilfe. Heilt die Haut, ist es am besten, die Nutzung der Stillhütchen langsam auslaufen zu lassen: Zwei bis drei Tage lang abwechselnd mit und ohne Stillhütchen stillen, dann die Hütchen ganz weglassen. Es ist wichtig, dass die Stillhütchen - es gibt sie in S, M und M - zu Ihrer Brustwarzengröße passen. Sie sollten auch einen Teil des Warzenvorhofs bedecken. Tipp: Das richtige Anlegen und Ablösen des Babys hilft sehr, die Brustwarzen zu schonen. Reden Sie ruhig noch einmal mit einer Hebamme darüber, ob auch alles stimmt.

Bei Hohl- oder Schlupfwarzen ist die Situation etwas anders. In diesem Fall kann es nötig sein, grundsätzlich Stillhütchen zu nutzen, falls das Baby die Brust sonst nicht gut greifen kann.

Milchpumpe

Sie hat verschiedene Einsatzbereiche. So ist sie etwa nützlich, wenn Frühchen, die noch zu klein sind, um an der Brust zu trinken, Muttermilch bekommen sollen. Eine Pumpe kann im Einzelfall auch eingesetzt werden, um den Milchfluss bzw. die Milchbildung anzuregen. Manchmal nützen Mütter die Milchpumpe vorübergehend, um stark entzündete Brustwarzen zu schonen. Zu Beginn der Stillzeit ist es allerdings sinnvoll, eine Milchpumpe nur einzusetzen, wenn das unbedingt nötig ist. Denn die Milchbildung benötigt Zeit, um sich einzuspielen und auf die Bedürfnisse des Kindes einzustellen. Dieser Prozess kann länger dauern, wenn eine Mutter gleich eine Milchpumpe nutzt.

Als hilfreich empfinden viele Mütter eine Milchpumpe später zum Sammeln von Muttermilch. So kann das Baby Mamas Milch auch dann bekommen (aus dem Fläschchen), wenn die mal länger unterwegs ist. Wichtig ist allerdings, die Milch in kleinen Portionen über mehrere Tage hinweg zu sammeln: Sonst regen Sie die Milchproduktion über Bedarf an, denn Ihr Körper reagiert auf die scheinbar gesteigerte Nachfrage. Am praktischsten ist es, zwei bis drei Tage lang nach dem Stillen jeweils ein wenig Milch abzupumpen und einzufrieren.

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