Wie viel Unterhaltung braucht ein Baby?

Unterhaltung

© fotolia, Franz Pfluegl

Heute gibt es schon für die Kleinsten so viele Angebote, dass Eltern oft verunsichert sind. Was ist denn da überhaupt sinnvoll - und was ist zuviel?

Was für ein Baby oder Kleinkind neben den vielen Anregungen durch das Familienleben sinnvoll ist, kommt auf das Alter Ihres Kindes an. Grundsätzlich lautet die Faustregel: Im ersten Lebensjahr besser höchstens zwei geplante Aktivitäten pro Woche. Sonst geraten Sie schnell in Stress, wenn Sie dauernd mit Ihrem Baby Termine einhalten müssen. Außerdem kann ein übervoller Tagesplan die Alltagsroutine stören und die Kleinen überfordern: Kleine Kinder lieben verlässliche Regelmäßigkeit und sie brauchen Ruhephasen sowie Zeit zum ungestörten Spiel.

Hat Ihr Baby Geschwister, ist sowieso schon für reichlich Abwechslung gesorgt. Denn Ihr Kleines bekommt viele Aktivitäten mit, wenn Sie das ältere Kind begleiten - etwa zum Kinderturnen oder in die Musikstunde. Auch das sind Eindrücke, die ein Baby verarbeiten muss. Zu viel Unruhe am Tag kann dazu führen, dass auch die Nächte unruhig sind. Denn Kinder verarbeiten ihre Eindrücke nachts. Es ist also nicht immer unbedingt Bauchweh, wenn Ihr Baby dann quengelt.

Auch die Persönlichkeit Ihres Kindes spielt eine Rolle. Manche Kinder sind vom Temperament her ruhiger und eher zurückgezogen. Andere sind quirlig und abenteuerbereit. Es ist sinnvoll, darauf Rücksicht zu nehmen, wenn Sie überlegen, was Sie mit ihrem Kind unternehmen wollen.

Mein Tipp: In den ersten Lebensmonaten reicht es völlig, nur einen Treff oder Kurs in der Woche zu besuchen. Viele Hebammenpraxen bieten für Eltern mit Kindern ab der sechsten Lebenswoche Babymassage an. Das ist eine gute erste Aktivität mit dem Baby. Denn in einem Babymassage-Kurs geht es ruhig zu und es wird nicht viel geredet. Trotzdem können Sie nebenher Mütter mit gleichaltrigen Babys kennenlernen und neue Kontakte knüpfen. Als nächstes eignen sich - wenn Sie und Ihr Baby Lust darauf haben - zum Beispiel: ein Babyschwimmkurs, ein PEKiP-Kurs (kurz für Prager-Eltern-Kind-Programm) oder andere etwas aktivere Angebote. Übrigens ist es nicht zwingend, zur Kursstunde zu gehen, wenn Sie merken, dass Ihr Baby einen schlechten Tag hat. Auch falls sich herausstellt, dass Sie und/oder Ihr Kind sich in einem Kurs generell nicht wohlfühlen, ist es besser, eine Alternative zu suchen.

Schön ist es auch, wenn Ihr Baby gelegentlich ersten Kontakt zu anderen Babys bekommt. Vielleicht besuchen Sie einfach mal eine Familie mit einem Baby. Natürlich spielen die Kleinen noch nicht miteinander. Aber Sie merken doch, dass da ein kleiner Mensch ist, der ihnen ähnlich ist und haben Freude daran.

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