Mit dem Baby schon ins Freibad?

Baby im Schwimmbad

© fotolia, AndreaCs

Samt Kind Richtung Freibad! An heißen Sommertagen hört sich das ganz prima an. Im ersten Lebensjahr Ihres Babys ist dabei allerdings einiges zu bedenken.

Auch, wenn zum Beispiel Babyschwimmen ab der zwölften Lebenswoche empfohlen wird, heißt das noch lange nicht, dass Planschen im Freibad dann ebenfalls angesagt ist. Beim Babyschwimmen beträgt die Wassertemperatur 32-34°C, die Raumtemperatur ist konstant, es weht kein Wind. Freibäder sind hingegen meistens recht laut, auch im Wasser herrscht Trubel, dazu kommt die Sonneneinstrahlung.

Tipps für den Freibadbesuch mit Baby

Schatten ist Trumpf. Denn Sonne und Hitze belasten den kindlichen Organismus, auch verträgt Kinderhaut im ersten Jahr überhaupt keine direkte Sonneneinstrahlung. Suchen Sie sich also am besten einen großen Schattenplatz, der Ihnen auch noch Schutz bietet, wenn die Sonne wandert. Sonst kann es passieren, dass Ihr Kind plötzlich in der prallen Sonne liegt, falls Sie z.B. mal kurz weg dösen. Dann droht Ihrem Baby starker Sonnenbrand - Kinderkliniken erleben immer wieder solche Fälle. Ein Sonnenschirm, gehört auf alle Fälle ins Ausflugsgepäck.

Auch im Schatten trifft noch ein hoher Anteil der UV-Strahlen auf die Haut. Ihr Kind braucht also auch hier zusätzlichen Schutz vor der Sonne. Es ist am besten, seine Haut durch leichte Kleidung zu schützen - etwa einen dünnen Baumwoll- oder Seiden-Body mit langen Ärmeln (es gibt auch UV-Schutzkleidung für Babys und Kleinkinder).
Ein leichtes, aber dicht gewebtes Tuch schützt die Beine und Füße. Hier darauf achten, dass die Kleinen, nicht das Tuch weg strampeln und somit auf einmal doch mit nackigen Beinchen in der Sonne liegen. Dann lieber auch hier eine dünne Hose aus Baumwolle oder Seide anziehen. Die Füßchen des Babys dürfen übrigens nackt bleiben, das hilft dem Körper, Wärme abzugeben.
Ist Ihr Kind schon mobil und krabbelt umher, brauchen die nackten Beinchen Extraschutz: Wie alle anderen unbedeckten Körperstellen am besten mit einer Baby-Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor 30 oder 50 eincremen.
Gehört im Sommer immer dazu: ein leichtes, breitkrempiges Sonnenhütchen aus Baumwolle oder Seide. Für den Fall, dass Ihr Kind in seinem Wagen schläft, ist es praktisch, ein großes, dünnes Tuch dabei zu haben, das Sie über den Wagen hängen. Es bietet unter anderem Schutz vor Insekten.

Was ist mit dem Planschvergnügen?

Ist Ihr Kind mindestens ein halbes Jahr alt, können Sie mal probieren, ob ihm ein kurzer Ausflug ins Kinder-Planschbecken Spaß macht. Das Wasser dort sollte mindestens 28°C warm sein. Einen zu großen Unterschied zwischen Luft- und Wassertemperatur kann der kleine Körper noch nicht gut ausgleichen. Eine typische Reaktion kann Durchfall sein.
Ist ihnen das Wasser zu kalt, bewegen sich die Kinder auch weniger. Die Muskeln verhärten sich, und das Körperfett kann kaum mehr Wärme speichern - Ihr Baby kühlt schneller aus. Erste Warnzeichen einer beginnenden Unterkühlung sind dunkler bis bläulich wirkende Lippen: Dann lieber schnell raus aus dem Wasser, gut abtrocknen und warm einmummeln.

Leider liegen Kinder-Planschbecken oft in der prallen Sonnen - und Wasser reflektiert zudem die UV-Stahlen. Das heißt, alle unbedeckten Körperstellen Ihres Kindes brauchen Schutz durch eine wasserfeste Baby-Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Auch das Sonnenhütchen ist ein Muss.
Bitte daran denken: Sie brauchen für Ihren Ausflug außer Liegedecke, Handtüchern etc. natürlich auch die Wickeltasche; ggf. mit allem Nötigen für eine Fläschchen-/Breimahlzeit oder einen Imbiss. Gegen Ihren eigenen Durst am besten etwas Mineralwasser einpacken.

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