Für den Hunger in der Stillzeit: "Stillkugeln" liefern schnelle Energie

Stillkugeln liefern geballte Energie

© fotolia, Svetlana Fedoseeva

In der Stillzeit ist es besonders wichtig, dass Sie sich gesund und ausgewogen ernähren. Das kommt nicht nur Ihrem eigenen Wohlbefinden zugute, sondern auch der Milchbildung und damit Ihrem Baby. Und: Ein sattes Baby schläft meistens gut, das ist eine Wohltat für alle.

Natürlich brauchen Sie auch in der Stillzeit keine Riesenportionen - die Mischung macht’s. Besonders wichtig sind kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel als Kraftspender sowie ein ausreichender Anteil gesunder Fette. Viele Frauen haben gerade nach der Geburt allerdings nicht viel Hunger; andererseits sind die Portionen in der Klinik häufig eher zu klein für Wöchnerinnen. Also was tun?

Snacks sind jetzt besonders hilfreich

Gönnen Sie sich jetzt ruhig öfter mal einen Snack zwischen den Mahlzeiten. Damit sind aber keine Süßigkeiten gemeint. Geeignet sind zum Beispiel naturbelassenes Studentenfutter, Obst und Nüsse, speziell Para- und Walnüsse, aber auch malzhaltige Getränke und malzhaltige Müsliriegel. Kleine Einschränkung: Gerade bei den Getränken lieber erst einmal aufs Etikett schauen, leider sind viele vorwiegend Zuckerwasser mit geringem Malzanteil.

Sehr gute Snacks sind "Stillkugeln", auch Energiebällchen genannt, nach einem Rezept der Hebamme Ingeborg Stadelmann. Sie können pro Tag etwa zwei bis sechs dieser Kugeln essen - mehr lieber nicht. Denn die Kugeln sind kleine Kalorienbomben, die Ihren Speiseplan in erster Linie stillfördernd ergänzen sollen.

Die Zubereitung - ist kinderleicht!

Zutaten: insgesamt ein Kilo grob geschrotetes Getreide, gibt’s zum Beispiel im Bioladen = Weizen- oder Dinkelmehl sowie Gerste und Hafer - Anteile beliebig, alles mischen; 300 g gekochter Vollkornreis, 350 g Butter, 300 g Honig, eventuell eine Tasse feingehackte Nüsse (Cashewnüsse, Mandeln, Para-oder Haselnüsse)

Zubereitung: Das Getreide in einer großen Pfanne hellbraun rösten. Das noch warme Getreide mit den restlichen Zutaten vermischen und langsam Wasser zugeben, bis eine gut fombare Masse entsteht. Aus dem Teig kleine Bällchen formen, etwa in der Größe kleiner Pralinen. Sie können die Kugeln zusätzlich in geröstetem Sesam, Kakaopulver, Kokosflocken oder Ovomaltine rollen, das sorgt für geschmackliche Abwechslung. Zum Aufheben gehören die Kugeln in einem verschließbaren Behälter in den Kühlschrank.

Tipp: Nehmen Sie einfach gleich ein paar Snacks in die Klinik mit, bei Verderblichem aber lieber sparsam kalkulieren. Obst und Stillkugeln können Sie sich dann ja jeweils frisch mitbringen lassen.

Gut für die Milchbildung sind auch der Stilltee von Ingeborg Stadelmann (Apotheke) und Haferflockensuppe. Für die Suppe einfach Vollkornhaferflocken in warmer Milch quellen lassen, dann nach Geschmack Beilagen hinzufügen: zum Beispiel einen Löffel Marmelade, Honig, Rosinen, frisch geschnittenes Obst oder selbst gemachtes Apfelmus. Die Suppe eignet sich zum Frühstück ebenso wie mittags als Nachtisch oder auch als Zwischenmahlzeit.

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