Silke Westerhausen

Normale Geburt nach 2 Kaiserschnitten?

Antwort von Silke Westerhausen

Frage:

Liebes Team,

ich habe meinen ersten Sohn mit 4030 g und 37,5 cm KU normal entbunden. Er musste mit der Zange geholt werden, aber letztendlich nur, weil die Herztöne abrutschten und ich dank PDA nicht effiktiv genug pressen konnte.

Die beiden folgenden Entbindungen waren Kaiserschnitte. Der erste KS war lt. Prof. nicht notwendig - das kam aber erst nach dem Ks - und der zweite musste gemacht werden, weil meine Leberwerte aufgrund einer Antibiotikaeinnahme plötzlich stark stiegen.


Nun bin ich in der 36. Woche und ich würde gerne wieder normal entbinden. Die KS-Narbe ist unauffällig und hier in der Nähe gibt es ein KKH, welches mich bis zum Termin in Ruhe lässt. Bis dahin habe ich Zeit Wehen zu entwickeln und dann würde man mich auch normal entbinden lassen.

Über Termin wollen sie mich nicht gehen lassen, weil meine Kinder immer auch sehr schwer sind. Einleiten möchte man wegen der vorangegangenen KS auch nicht.

Kann ich das riskieren? Es gibt viele KKH in der Umgebung,die nur einen KS empfehlen würden. Ich möchte aber wenigstens eigene Wehen haben und selbst das lässt man in den anderen Häusern nicht zu.

Ich möchte natürlich weder mich noch unser Baby gefährden, von daher habe ich auch Angst.

Geburtsvorbereitend trinke ich Himbeerblättertee, gehe seit heute zur Akupunktur und morgen gehe ich zur Heilpraktikerin, die mich auf homöopathische Medis einstellt, die geburtsvorbereitend sind.

Der äussere Muttermund ist übrigens schon auf, der innere aber noch zu.

Grüsse
die Berghutzen

von Berghutzen5 am 09.01.2008, 22:33 Uhr

 

Antwort auf:

Normale Geburt nach 2 Kaiserschnitten?

Hallo,

Die Klinik Ihrer Wahl strebt eine vaginale Geburt an - wo ist jetzt das Problem?

Ab dem errechneten termin nehmen die Kinder nicht mehr großartig zu,so dass ich mir nicht vorstellen kann,dass die Geburtshelfer ab ET unbedingt einleiten werden,da dies sowieso nach Möglichkeit bei Zustand nach 2mal KS nicht gemacht wird.

Auch in Ihrem Fall kann man nur von einem Schritt zum nächsten denken ,der dann jeweils durch die Geburtshelfer mit Ihnen besprochen wird....

Wichtig ist nur,dass Sie wissen was Sie möchten.

Grüße
Silke Westerhausen

von Silke Westerhausen am 10.01.2008

Antwort:

Bitte um Antwort auf meine FRAGE auch an Dr.med. Stefan Kniesburges.

Sehr geehrte Frau Westerhausen,

hier eine verständlichere Formulierung:

Das Problem ist : kann man eine normale Geburt riskieren? Ich weiß sehr wohl, was ich will. Aber ist das, was ich will auch gut für mich, wenn alle anderen Kliniken eine normale Geburt ablehnen? Ich habe nur eine Zusage und drei Ablehnungen. Dann noch eine FÄ die nicht für eine normale Geburt ist. Ist es da nicht legitim, auch noch eine andere Meinung hören zu wollen? Ich dachte mir, dieses Forum könnte man dazu nutzen.

Die Einleitung ist nicht das Thema. Die wird nicht gemacht und das ist auch richtig so. Denn künstliche Wehen sind nix für die KS-Narbe. Soweit ist das für mich auch absolut in Ordnung, denn übers Knie brechen möchte ich nichts.

Mit freundlichen Grüssen

von Berghutzen5 am 10.01.2008

Antwort:

Bitte um Antwort auf meine FRAGE auch an Dr.med. Stefan Kniesburges.

Hallo,

eine vaginale Geburt ist nach 2 Kaiserschnitten prinzipiell möglich. Die Risiken liegen nicht viel höher als nach einem vorausgegangenem Kaiserschnitt. Es ist aber immer noch eher die Regel, daß nach 2 Kaiserschnitten automatisch ein erneuter Kaiserschnitt als Geburtsmodus geplant wird. Sie sollten sich vorab in Ihrer Geburtsklinik mit dem Wunsch nach einer vaginalen Geburt vorstellen. Nicht alle Geburtshelfer machen da mit. Es gibt aber eine aktuelle Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe zur Geburtsleitung nach Sectio (http://www.dggg.de/_download/unprotected/g_04_04_06_zustand_n_sectio_entbindungsart.pdf), wo eindeutig nachzulesen ist, daß der Zustand nach 2 Kaiserschnitten keine Kontraindikation für eine vaginale Geburt ist. Die Erfolgsrate der vaginalen Geburt wird mit 45-90% (Im Mittel 68%) angegeben.

Dr. S. Kniesburges, St. Marienkrankenhaus

von Dr. med. Stefan Kniesburges am 10.01.2008

Antwort:

Dankeschön! Sie haben mir damit sehr geholfen!

o.t.

von Berghutzen5 am 10.01.2008

Antwort:

Bitte um Antwort auf meine FRAGE auch an Dr.med. Stefan Kniesburges.

Hallo,

Ich habe nicht behauptet,dass es nicht legitim ist mehrere Meinungen einzuholen.
Diese bringen einen nur nicht weiter,wenn man nicht genau weiss was man selber möchte.
Die klinik die eine Spontangeburt anstrebt verfügt über einen kompetenten Chefarzt ,der Mut,Können,Wissen und Erfahrung mitbringt.
Die anderen lehnen ab,da diese über eine oder mehrerer dieser Eigenschaften nicht verfügen - beides ist völlig in Ordnung und letztendlich möchte keiner von den von Ihnen genannten Leuten Ihr kind oder Sie in gefahr bringen - das steht außer Frage.

Eine schöne rest-SS und eine gute Geburt,

Silke Westerhausen

von Silke Westerhausen am 11.01.2008

Antwort:

Antwort an die Hebamme

Ich denke, wir verstehen uns da nicht so ganz. Ein Arzt ist auch nur ein Mensch und kann sich bekannterweise irren. Ich denke, das man diese Erfahrung doch im Laufe des Lebens macht.

Was ist denn mit den anderen 3 kompetenten Chefärzten, die mir davon abraten, normal zu entbinden? Das ist ja der Umkehrschluss! Das bringt niemanden weiter. Die Kompetenz eines Einzelnen ist in diesem Fall sicher nicht alles.

Die Leitlinien haben mir sehr geholfen, denn das gibt mir Fakten, Zahlen, Lösungsvorschläge. Was kann ich riskieren, was besser nicht. Und das ist es, worauf es beim Abwägen ankommt.

Wie gesagt, ich weiß schon, was ich will. Das ist aber nicht immer entscheidend. Es ist entscheidend, was gut für mich und mein Kind ist. Und da gibt es immer zwei Seiten, die ich auch gerne beleuchte. Das geht mit den Leitlinien ganz gut und das ohne mich auf die Kompetenz eines Einzelnen zu verlassen bzw. ohne dem ausgeliefert zu sein.

Wenn ich kein Hintergrundwissen habe, dann verfährt man mit mir, wie es einem beliebt. Und ich stelle dann hinterher fest, das hätte so aber gar nicht sein müssen. Das hatte ich bei meinen ersten beiden Entbindungen und das obwohl ich vom Chefarzt betreut worden bin. Das brauche ich sicher nicht nochmal.

Ich empfehle Ihnen das Buch "Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht!" . Das zeigt die Situation der Kaiserschnittmütter ganz gut auf.

Mit freundlichen Grüssen

von Berghutzen5 am 12.01.2008

Antwort:

Warum bist Du so aggressiv? m.T.

Ich habe auch nicht sofort verstanden, WO genau Dein Problem jetzt liegt!

Wenn Du weißt was Du möchtest, wieso stellst Du dann eine Frage hier herein?! Und wenn Du dann nicht die Antwort sofort bekommst die Du erwartest - wieso gehst Du dann die Ärztin so an?!

Ich habe bei Dr. Kniesburges spontan entbunden - mit KS in der 1. SS!

Und es wude eingeleitet ... verlief alles bestens!

Komm mal ein wenig herunter von Deinen Hormonen ....

von Jamu am 14.01.2008

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