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Beitrag aus dem Forum:     Entwicklung von Babys und Kleinkindern

Kind fremdet nicht

Frage von gallus  -  01.12.2004
Mich würde folgendes interessieren. Wir haben ein bald 14 monatige Tochter. Sie ist ein sehr offenes, fröhliches kleines Wesen, das nie gross gefremdet hat. Mein Mann und ich haben eine sehr liebevolle Beziehung zur ihr, ich betreue sie ganztags zu Hause. Mir ist nun schon aufgefallen, dass sie, wenn sie z.B. bei meinen Eltern war, nicht mehr gerne zu mir zurückkommen möchte, sie sträubt sich regelrecht dagegen, dass ich sie auf den Arm nehme, sie möchte zu Oma. Auch meckert sie, wenn Oma und Opa weggehen. Auch gegenüber fremden Menschen kennt sie überhaupt keine Scheu, sie sitzt vor die Leute hin und streckt die Arme nach ihnen aus, obwohl ich daneben stehe. Mich würde nun interessieren, was das zu bedeuten hat. Ich freue mich, dass sie so offen ist, doch manchmal tuts doch etwas weh, wenn sie nicht zu Mama möchte. Wenn wir alleine zu Hause sind ist sie sehr anhänglich, was ich natürlich sehr gerne erwiedere. Was meinen Sie?

Kind fremdet nicht

Antwort von Snuffi  -  02.12.2004
Hallo,
das gleiche "Problem" habe ich auch mit meinem Kleinen. Er hat noch nie gross gefremdelt und die Gleichgültigkeit, die er mir manchmal entgegenbringt, wenn er bei seiner Lieblingsoma ist, tut schon weh.
Gerade weil ich ihn ganztags betreue und so wie Du ein sehr enges, liebevolles Verhältnis zu ihm habe.
Sind wir alleine, schmust er dagegen oft mit mir und man merkt auch seine Zuneigung.
Nun bin ich gespannt, was Du für eine Antwort bekommst!
Liebe Grüsse
Snuffi

Kind fremdet nicht

Antwort von Dr. Posth  -  03.12.2004
Hallo, die verschiedenen, oft flüchtigen und versteckten Zeichen des Fremdelns zu indentifizieren, ist nicht immer leicht. Wir müßten uns darüber unterhalten, was alles als Fremdeln zu werten ist. Aber bedenkt man, daß das Fremdelphänomen bis vor einigen Jahren so gut wie überhaupt nicht in der Entwicklungspsychologie wahrgenommen wurde, sind wir heute diesbezüglich schon ziemlich weit. Mit anderen Worten, ich bin ziemlich sicher, daß auch Ihre Tochter als Säugling Zeichen des Fremdelns gezeigt hat.
Jetzt ist sie aber eine Stufe weiter und am Anfang der Loslösungsphase. Zwar ist sie weiterhin anhänglich, aber vermutlich eher schwach, wenn sie auch schwach gefremdelt hat. Das scheint eine Gesetzmäßigkeit zu sein. Es ist also völlig natürlich, daß sie sich anderen Menschen aus der Familie, die ihr liegen, zuwendet. Ein Problem damit könnte Ihr Mann haben, der als Vater eigentlich diesen Part übernehmen sollte. Die Zutraulichkeit auch ganz fremden Personen gegenüber hat mehr etwas mit Neugier und Explorationsverhalten zu tun, als mit Bindungswunsch, und wird auch nur solange bestehen, wie sich diese Fremden aller Zudringlichkeit enthalten. Viele Grüße



     
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