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Geschrieben von Lena915, 22. SSW am 25.09.2019, 13:06 Uhr

Geburtstrauma, Kaiserschnitt nötig?

Die Geburt meines großen Sohnes habe ich, obwohl sie schon über 6 Jahre her ist, sehr grausam in Erinnerung. (Kurz gesagt: obwohl der Arzt normale Werte gemessen hat, hatte ich schon ein schlechtes Gefühl, weshalb ich um einen Kaiserschnitt bat, der abgelehnt wurde. Ende von Lied war, dass unser Sohn mit 7 Tagen Verspätung, 4.500g und 62 cm 39cm kopfumfang normal geboren wurde, eine pda wurde mehrmals abgelehnt („sie schaffen das auch ohne“, „bei Ihnen ist das nicht nötig“) während der Geburt dachte ich, ich würde sterben, ich hatte Todesangst. Nach der Geburt des Kopfes steckte er durch die breite Schulter fest, ein fetter Schnitt war die Folge. Ich kann mich heute an kaum etwas anderes als die Schmerzen erinnern, die Schmerzen waren auch nicht vergessen, als das Kind auf meiner Brust lag, wie ja alle so gerne erzählen, der Schnitt begleitet mich noch 3 Jahre später.)

Das war auch der Grund, ein geschwisterkind so lange wie möglich hinauszuzögern.
Da ich jetzt dennoch schwanger bin, lässt sich eine Geburt wohl nicht vermeiden.
Das zweite Kind soll ja meist noch größer sein, als das erste, kann das jemand von euch bestätigen? Ich vergleiche häufig die Messergebnisse und Vergleiche sie mit unserem ersten Sohn, der bauchbewohner ist jetzt schon größer!
Hat jemand ähnliche Erfahrungen und kann mir erklären, ob ein Kaiserschnitt in diesem Fall nötig/ ratsam wäre?
Ein Kaiserschnitt soll ja noch schlimmer sein und meine Ärztin ist ein totaler normalgeburt- Fan und möchte von meiner Sorge nicht viel hören!

 
8 Antworten:

Re: Geburtstrauma, Kaiserschnitt nötig?

Antwort von WunderMama, 24. SSW am 25.09.2019, 14:11 Uhr

Ich mag hier nicht sehr neutral sein, weil ich mein erstes und (geplant dann via Vasektomie meines partners) auch einziges Kind auf JEDEN Fall per Wunsch-Kaiserschnitt zur Welt bringen möchte. Genau wegen Sachen die du berichtet hast, aber auch, weil ich NICHT der Meinung bin (durch meine eigene Biografie), dass eine natürliche Geburt eine nachweisbare Auswirkung auf Mutter-Kind Bindung o.ä. hat. Ich habe nicht nur mit meiner FA Sondern auch mit meinem pränatal-Diagnostiker darüber sehr offen gesprochen und letztere hat mir dazu zwei SEHR klare Aussagen gemacht: 1. ein GEPLANTER Kaiserschnitt (also ohne Indikation) ist für das Kind in der Geburt selbst mit das sicherste was es gibt. Bei Not-Kaiserschnitten oder welchen die wegen einer Indikation geplant sind, ist die statistik natürlich jeweils anders. Es wäre dann in meinem Fall so sicher, dass in seinen Augen auch alle Krankenhäuser in Frage kämen, es müssten nicht spezielle Kinderärzte etc dort sein, aich wenn das immer gut ist. Das hat mich schonmal sehr bestärkt/beruhigt. Risiken wie hinterher Narbenprobleme der Mutter/Soinalanästhesie sind was anderes, ich habe zu all dem auch die Meinung dass das für MICH persönlich klalulierbarere (und teils sehr niedrige) Risiken sind als bei ner natürlich ner Geburt aber das muss jede Frau selbst entscheiden. Womit ich zu seiner zweiten klaren Aussage komme: „Egal was Sie entscheiden, tun sie das wo SIE selbst sich mit am wohlsten fühlen, was IHR Gefühl Ihnen sagt, hören Sie niemals auf andere denn sonst ist nachgewiesen dass die Geburt teils als sehr negativ erlebt wird“.

Und letzteres war ja bei dir auch so: du WOLLTEST dann eine. kaiserschnitt, du WOLLTEST eine PDA, man hat dir beides verweigert und DAS ist mit das schlimmste, was auch die Geburt sicher dann so schlimm macht. Eine Frau die um alle alles alles in der Welt niemals einen kaiserschnitt oder gar PDA wil, vielleicht auch weil phobie vor Spritzen/OP/Anästhetika, diese Frau hätte deine Geburt vielleicht sogar MIT diesem enormen Schnitt auch als sehr schmerzhaft empfunden aber vielleicht dennoch immer auch hinterher gesagt „das war es mir alles wert, um gottes Willen bin ich um Eingriffe wie KS/PDA rumgekommen“. Für so eine Frau wäre ein Kaiserschnitt dann evtl der absolute Albtraum und die schlimmste Geburt gewesen. Weil sie das Gefühl hätte, aufgeschnitten zu werden, alles geht so schnell, die Narbe etc. Also was ich sagen will: ich fand dass der Arzt vollkommen recht hat, die Hauptsache ist dass man auf sich SELBST hört als Frau denn DU musst es durchstehen, niemand anders! Tragisch ist es, wenn wir bei dir einfach über dich hinweggegangen wird oder wenn man sich sehnlichst eine natürliche Geburt wünscht und dann beim Not-KS landet

Aber ich wünsche dir, dass du auf dich selbst hörst, rein medizinisch gibt es Fakten, wie ich oben andeutete, die kann man sich durchlesen aber am Ende des Tages hör nicht auf tausend Meinungen/Artikel etc sondern auf dich, dann wird es die richtige Entscheidung sein

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Re: Geburtstrauma, Kaiserschnitt nötig?

Antwort von sweetmy, 25. SSW am 25.09.2019, 14:57 Uhr

DU entscheidest über die Art der Entbindung. Niemand sonst, bei Vorstellung im Krankenhaus sprichst du es an.

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Re: Geburtstrauma, Kaiserschnitt nötig?

Antwort von MutluAnne, 22. SSW am 25.09.2019, 15:31 Uhr

Hey!
Ich hab auch ein Geburtstrauma von der letzten Geburt. Mein Kind hatte einen ganz langen Kopf durch Zange und Glocke. Ich wurde geschnitten, bin gerissen, hab viel Blut verloren, konnte nichts mehr sehen und habe mich noch im Kreißsaal von meinen Mann verabschiedet, weil ich dachte ich würde sterben.
Vor zwei Wochen habe ich plötzlich Panik bekommen, weil ich so Angst vor der Geburt hatte. Es wird bei mir auch ein Kaiserschnitt werden. Auch ohne medizinischen Grund, aber eben durch das Trauma. Ich hatte wirklich eine Panikattacke und habe auch immer noch Angst, bei einer normalen Geburt zu sterben.
Ich habe auch schon Dinge zu hören bekommen wie: Nein bloß nicht, das arme Kind... Dir und dem Kind wird so viel genommen... Überleg dir das nochmal... so wie beim letzten Mal wird es nicht... Das ist doch was ganz natürliches...
Mein Tipp: Immer Ohren zu, genau wie beim Thema Stillen, Erziehung und allem anderen das mit Kindern zu tun hat auch.
Jede Mama liebt das eigene Kind und will nur das Beste für das Kind und nur die Mama weiß, was das Beste für das eigene Kind ist!
Ich wünsche dir eine wundervolle Geburt, egal für was du dich entscheidest!
Liebe Grüße

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Re: Geburtstrauma, Kaiserschnitt nötig?

Antwort von Jumalowa, 23. SSW am 25.09.2019, 15:32 Uhr

Hallo Lena,

bin weder Krankenhaus noch Kaiserschnitt Fan. Aber wer ist das auch schon. Ich plane meine 2. Hausgeburt, habe dafür viele Gründe.
Aber da höre ich auf mein Bauchgefühl und das solltest du auch. Wenn du einen Kaiserschnitt möchtest würde ich es auf jeden Fall ansprechen oder mir entsprechend ein Krankenhaus suchen!
Meine beste Freundin hat auch 3 Kaiserschnitte gehabt, dass muss jeder für sich entscheiden.
Da du nun schon so negative Erfahrungen gemacht hast und sicherlich auch Angst im Spiel ist würde ich mir das genau überlegen.

LG Julia

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Re: Geburtstrauma, Kaiserschnitt nötig?

Antwort von Pinguini am 25.09.2019, 15:53 Uhr

Unsere Körper sind nicht dafür gemacht so große Kinder zu bekommen. Das hat was mit dem aufrechten Gang zu tun, wodurch unser Becken eine andere Form hat, als bei den Affen. So, warum also solltest du dich also Todesangst aussetzen? Ein geplanter Kaiserschnitt ist sicher, nur die Erhohlungsphase hinterher ist schlimmer. Organisiere dein Wochenbett also gut, dann wir alles gut sein.
Ich werde mein Kind natürlich bekommen, aber ich habe auch noch keine Geburt erlebt.
Das mit der pda kannst du aber sicher vorab mit der Klinik besprechen, damit du unter der Geburt nicht mehr mit denen rumdiskutieren musst. Hast du ein Geburtsplanungsgespräch? Da kannst du all deine Ängste ansprechen.
Die Meinung anderer Leute ist völlig egal, nur Du, dein Körper, deine Seele und dein Baby zählen

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Re: Geburtstrauma, Kaiserschnitt nötig?

Antwort von wowugi80, 23. SSW am 25.09.2019, 15:54 Uhr

Das klingt ja ähnlich schön wie bei meiner ersten Geburt. Ich schlage mich auch gerade mit dem Thema herum, allerdings unterstützt meine Ärztin mich in punkto Kaiserschnitt unbedingt. Ich habe gerade einen Thread im Forum Kaiserschnitt losgetreten. Vielleicht magst du da mal lesen? Es gab ein paar sehr interessante Geschichten von Müttern die beides erlebt haben.

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Re: Geburtstrauma, Kaiserschnitt nötig?

Antwort von LanaMama, 25. SSW am 25.09.2019, 15:59 Uhr

Hallo,

Also ein vorangegangenes Geburtstrauma ist sogar ganz offiziell Indikation für einen Kaiserschnitt.
Ich hatte auch eine schwere Geburt beim ersten Mal, und wollte beim zweiten auf jeden Fall einen Kaiserschnitt. Meine Gyn war dagegen, aber hat mir dann die Überweisung in die Risikosprechstunde (die brauchst Du auf jeden Fall) ausgestellt. Die Klinik hat sich auch etwas gewehrt wegen der Statistik, aber an Ende verdienen die zu viel dran um abzulehnen.
Du bist eine erfahrene Mama, es ist Dein Körper, Dein Baby, Deine Entscheidung! Wenn die Gyn sich sperrt und die Überweisung nicht ausstellen will, wechseln oder mit dem Hausarzt sprechen. Indikation sehe ich bei Dir auf jeden Fall gegeben.

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Re: Geburtstrauma, Kaiserschnitt nötig?

Antwort von Maroulein am 26.09.2019, 21:51 Uhr

Hallo
Ich habe drei leider per Kaiserschnitt entbinden müssen,aber ich fand es nicht trauatisierend,der erste war blöd,da es ein eiliger KS war und ,aber auch das war zu verkraften.

Es gibt sicher schöneres,aber ich war bei allen drei Kindern am nächsten Tag auf den Beinen und als ich aus dem KH entlassen wurde war ich in der Lage das nötigste zu tun um die Damir zu versorgen,da mein Mann keinen Urlaub hatte.

Meine Schwägerin hat ihr erstes Kind ähnlich groß gehabt,ihr ist sogar zum KS geraten worden weil die anderen beiden Kinder sowie bei dir immer größer waren als der erste.


Was Dein Arzt möchte ist piepegal,Geh zum Planungsgespräch ins Krankenhaus,wenn du Angst hast auf deinem Standpunkt zu beharren nimm dir jemanden mit der dir den Rücken stärkt,und mache dort alles fest.

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