PD. Dr. med. Lars Hellmeyer

Wie schätzen Sie eine PDA bei Hämophilie B ein?

Antwort von PD. Dr. med. Lars Hellmeyer

Frage:

Guten Tag,
ich habe eine Frage in Bezug auf einen möglichen Kaiserschnitt und die Narkose.
Generell plane ich (noch) eine vaginale Entbindung bei meinem zweiten Kind. Allerdings ist die Kleine recht groß und ggf raten die Ärzte doch noch zu einem Kaiserschnitt.

Ich bin Konduktorin für Hämophilie B mit einer derzeitigen Restaktivität von 86% (in der 35. SSW). Normale Restaktivität von 45%. Zufallsbefund in der ersten Schwangerschaft mit vaginaler Entbindung eines gesunden Jungen.

Bisher hatte ich nie irgendwelche Probleme, weder ungewöhnliche Blutungen noch langer Wochenfluss (nur ca. 10 Tage), etc. Wie gesagt: Zufallsbefund, da mein Onkel mütterlicherseits Bluter ist.

Ich habe nun zweierlei Meinungen vorliegen:
a) aus der Gerinnungsambulanz: "die 86% wären mir (der Ärztin) zu wenig für eine PDA"
b) Anästhesist der Uniklinik: "mit 86% sind sie im Normbereich (70-120%) und daher wäre eine PDA ohne Probleme möglich"

Ich bin natürlich verunsichert.... Folgen könnten immerhin die Einblutungen im Rückenmarksbereich sein und diese Folgen möchte ich natürlich nicht. Andererseits möchte ich natürlich auch die Geburt meines Kindes mitbekommen.

Wie würden Sie das einschätzen bzw. was kann ich tun?
Eine andere Klinik kommt eigentlich nicht in Frage, da es sich schon um die Uniklinik handelt....

Vielen Dank!

Herzliche Grüße
Anne

von anne!! am 19.07.2012, 15:44 Uhr

 

Antwort auf:

Wie schätzen Sie eine PDA bei Hämophilie B ein?

Hallo, da die Restaktivität im Normalbereich liegt, erwarte ich keinerlei Probleme bei einer PDA: Prinzipiell sollten Sie aber die Normalgeburt anstreben, denn der Kaiserschnitt birgt als Operation natürlich viel eher die Blutungsgefahr. Aber auch bei der Normalgeburt kann ja die PDA sehr hilfreich sein.
LG

von Dr. med. Lars Hellmeyer am 19.07.2012

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