Prof. Dr. med. Volker Wahn

Fieberblase

Antwort von Prof. Dr. med. Volker Wahn

Frage:

Ich hätte eine Frage zum Dauerbrenner Fieberblase..

Mein Mann war heute mit unserem Sohn (geboren am 25.08.2016) zu besuch bei Verwanten.
Als ich jedoch am späten Nachmittag nachgekommen bin, sah ich das ihn meine Nichte im Bett lockte..bei genauerem hinsehen sah ich eine Fieberblase an ihrer Unterlippe und nahm ihn ihr sofort weg.. war dann auch etwas wütend auf die restlichen Erwachsenen hab dann mit der gesamten Gruppe gesprochen aber es meinten alle ich übertreibe..sowas sei völlig schwachsinnig und hätten sie noch nie gehört..ich soll mich über eine Fieberblase nicht so aufregen..schließlich sei sie ja nicht krank..

Ich hatte vor und während der Schwangerschaft immer wieder Fieberblasen, hat mein Sohn Antikörper von mir mitbekommen?? ist er Immun??
Wie schlimm wäre es denn, wenn sich unser Sohn (3 Monate) angesteckt hätte??
Auf was für Anzeichen soll ich achten??
Oder übtertreibe ich wirklich??

von VerenaK am 08.12.2016, 19:09 Uhr

 

Antwort auf:

Fieberblase

Was Sie beschreiben, ist ein Lippenherpes. Die Blasenflüssigkeit ist sehr ansteckend, die Übertragung geschieht z.B. beim Küssen. Sie haben also recht, solche Kontakte bei einer aktiven Infektion zu verhindern.
Durch mütterliche Antikörper gibt es keinen Nestschutz. Die Herpesviren sind in den Zellen und werden von Antikörpern nicht erreicht.
Wenn Ihr Sohn sich angesteckt hat, wird man das am ehesten als Hautinfektion sehen. Auch wenn er sonst auffällig wird, sollte er dem Kinderarzt vorgestellt werden.

von Prof. Dr. med. Volker Wahn am 09.12.2016

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