Schulterdystokie

Dr. med. Stefan Kniesburges Frage an Dr. med. Stefan Kniesburges Chefarzt und Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Hallo Vor 19 Monaten wurde unsere Tochter mit schwerem Schulterhochstand geboren. Dank dem Mc Roberts-Manöver konnte uns geholfen werden. Zu meiner Geburtsverarbeitung gehört wohl auch dass mich dieses Thema rein medizinisch interessiert. Gibt es Literatur in Form von Büchern oder Internetseiten etc. wo ich als Laie Zugang bekomme zu neusten Erkenntnissen, Forschungen etc. Kann es einen Zusammenhang geben zur Neurofibromatose Typ I (genetisch vom Vater, Vererbungschance 50:50) die unsere Tochter hat bzw. könnte bei Neurofibromatose - Kinder der Kopfumfang durchschnittlich grösser sein? Im Hinblick auf eine 2. Schwangerschaft bzw. Geburt will ich natürlich auch noch mehr über dieses Thema wissen. Im übrigen entwickelt sich unsere Tochter trotz anfänglich diagnostizierter Plexusparese und Apgar 0 - 1 - 4 normgemäss. Da waren mehrere Schutzengel am Werk. Herzlichen Dank für Infos!

Mitglied inaktiv - 30.10.2002, 22:41



Antwort auf:

Re: Schulterdystokie

Hallo, über PubMed, ein Suchportal für die größte medizinische Datenbank Medline können Sie auch als Laie Literatur zu jeder medizinischen Frage finden. Der Zugang ist nicht auf Mediziner beschränkt. Die url lautet www.pubmed.org. Mir ist allerdings nicht bekannt, dass es neuere Erkenntnisse über die Schulterdystokie gibt. Sie gehört zu den schwersten Geburtskomplikationen und ist nicht immer so leicht zu beherrschen, wie in Ihrem Fall. Mit einer vererblichen Neurofibromatose hat es sicher nichts zu tun, auch spielt ein vergrößerter Kopfumfang keine Rolle (Der Kopf ist bei einer Schulterdystokie ja geboren). Der größte Risikofaktor ist das kindliche Gewicht, allerdings habe ich mehrere Schulterdystokien bei Kindern unter 4000 g erlebt. Letztendlich läßt sich das Auftreten einer Schulterdystokie nicht vorhersagen und wollte man alle Schulterdystokien vermeiden, dann müsste man alle Kinder per Kaiserschnitt entbinden. Dr. S. Kniesburges, St. Anna Hospital

von Dr. med. Stefan Kniesburges am 31.10.2002


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