Dr. med. Ludger Nohr

Toilette

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

 

Toilette

Mein Sohn 4,6 trägt Windeln, auch tagsüber.Er ist ein sensibles Kind, dass sich oft Dinge nicht zutraut(hohe Rutsche).Er ist von seiner Entwicklung ein wenig hinten dran(Motorik&Sprache)er geht in Logo&Ergo. Manchmal muss man ihn ein wenig „schubsen“(Rutsche) wenn man nicht sofort locker lässt, merkt er es macht Spaß und er kann es. Wir haben Angefangen ihn an die Toilette ran zu führen. Da hatte er auch Spaß dran. Am Anfang ging er von sich aus drauf aber nur angezogen. Rief uns vor Freude dazu. Irgendwann schafften wir es dass er sich nackt drauf gesetzt hat. War ihm zunächst unangenehm, jetzt geht es, bleibt aber nur kurz drauf. Bisher ging nix in die Toilette. Wenn er Kacka muss, sagt er Bescheid. Wir haben letztens dann gesagt wir gehen auf Toilette, er ging zwar mit. Aber er hat dann erst nach 2Tage wieder Kacka gemacht(Windeln). Wenn er Pipi macht sagt er nix. Von außen kommt immer mehr Druck, Kinderarzt sagte es wäre nicht normal, soll ihn packen und aufs Klo setzen. Die Kita meint, einfach Windeln weglassen, wenn er merken würde, dass er nicht seinen Willen bekommt würde er auf Toilette gehen.Diese Methoden möchte ich nicht probieren, da es ein sensibles Thema ist. Ich habe Sorge das er von anderen Kindern ausgelacht wird wegen der Windel. Ne Zeit lang wollte er nach dem Baden nackig bleiben, einmal ging Pipi auf dem Boden. Er fing an zu weinen&seit dem fordert er die Windel sofort(leicht panisch). Die Oma will, wenn er keine Windeln mehr braucht etwas schenken.

von Saphira2013 am 05.04.2021, 07:56 Uhr

 

Antwort:

Toilette

Hallo,
Sie haben Recht, in der Situation sollte man keine Hauruck-Behandlungen machen. Es ist wahrscheinlich so, dass Ihr Sohn schon durch die verschiedenen Förderungen ahnt, dass seine Entwicklung nicht so leicht verläuft. Das verunsichert und erschwert auch andere Entwicklungsschritte. Er scheint ja auch kein einfaches Verhältnis zu seinen Ausscheidungen zu haben, wenn einmaliger Urin auf dem Boden diese Reaktion hervorruft. Auch scheint er es nicht genau zu merken, wann es dringend wird. Das könnte der erste Schritt sein, dass Sie mit ihm vereinbaren, dass er sich meldet, wenn er da einen Drang verspürt. Wenn Sie das so schaffen, dass Ihr Sohn das als eine alltägliche Mitteilung und nicht als Druck erlebt, könnte es leichter sein. Wenn das dann einige Male funktioniert, könnte Ihr Sohn sich ermutigt fühlen, das mehr und mehr in die eigene Regie zu übernehmen. Ich bin sicher, dass er gerne mehr könnte und sich über Erfolge sehr freuen würde, weil dann das Mangelerleben verringert werden könnte.
Die Kunst besteht darin, ihn zu Erfolgen zu ermutigen ohne selbst die Zuversicht zu verlieren. Sie können hier auch jederzeit wieder fragen/mitteilen, wie auch immer es weitergeht.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 05.04.2021

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