Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Bluni! Die letzten zwei Zyklen verliefen bei mir etwas anders als sonst. Ich hatte beide Male Blutungen, die 10 bis 12 Tage dauerten. Auch habe ich ein ständiges Ziehen im Unterleib auch außerhalb der Blutung. Seit der Geburt unseres 4. Kindes 2004 verhüten wir nicht, da ein weiteres Kind gewünscht wird. Der Frauenarzt, den ich heute aufsuchte wegen der Länge der Blutungen, stellte folgendes fest: Die Schleimhaut wäre hoch aufgebaut (heute ist 21. Zyklustag), die Gebärmutter wäre vergrößert. Auf meine Nachfrage hieß es nur lapidar: In meinem Alter (ich bin 36 J.) kommt es häufiger vor, dass das Gelbkörperhormon nicht mehr ausreichend gebildet wird und es deshalb zu Zyklusstörungen kommen kann. Auch die vergrößerte Gebärmutter käme in meinem Alter (!) öfter vor. Zur Unterstützung des Sachverhaltes soll ich nun "Agnus castus AL" einnehmen. Weitere Erklärungen bekam ich nicht. Ich mache mir jedoch große Sorgen und fühle mich ziemlich im Stich gelassen. Ist eine vergrößerte Gebärmutter schlimm und was hat das für Auswirkungen auf den Wunsch einer erneuten Schwangerschaft? Warum habe ich ein ständiges Ziehen im Unterleib und blute solange? Vielen Dank im voraus für Ihre Hilfe. Gruß Silke
liebe Silke, 1.in vielen Fällen zeigt sich bei Frauen nicht ein ständig gleichmäßiges Zyklusverhalten/Blutungsverhalten, wie von Ihnen beschrieben. Und der Zyklus kann auch mal von Unterbaubeschwerden begleitet sein, ohne, dass man dafür gleich eine klinische Begründung findet. Insbesondere sind es schon mal stärkere, manchmal schmerzhafte und vielleicht auch verkürzte/verlängerte oder unregelmäßige Blutungen. Sofern organische Ursachen ausgeschlossen sind - was man meistens kann - sollte die Frauenärztin/der Frauenarzt mit der Frau über die Ursachen sprechen. Auch zu denken ist an Ursachen, wie Stress jeglicher Art, hormonelle Ursachen der Schilddrüse, männliche Hormone, Eierstockhormone oder dem milchbildenden Hormon. Nicht immer muss man hier gleich Hormone einsetzen, sondern kann entweder erst mal zuwarten oder in einigen Fällen schon mit Mönchspfeffer gute Erfolge erreichen. Das individuell sinnvollste Vorgehen sollte mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin besprochen werden. 2. nach einer Geburt kann eine Gebärmutter immer mal vergrößert sein. Auch dem kommt meist keine Bedeutung zu. 3. Inwiefern hier für Ihre persönliche Situation andere Dinge für die Beschwerden ursächlich sind, kann sicher Ihre behandelnde Frauenärztin/Frauenarzt im Rahmen einer Untersuchung klären. VB