Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Zu viel zugenommen, Nasche sehr gerne

Frage: Zu viel zugenommen, Nasche sehr gerne

Mitglied inaktiv

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Hallo ich bin jetzt in der 37+5.SSW und kann meine Finger nicht von Süßigkeiten lassen. In der Zwischenzeit habe ich schon 19Kilo zugenommen und es schmeckt mir sooooo gut. Ich esse einfach alles was ich bekomme.Am liebsten Schokolade. mein Zwerg hatte in der 35.SSw schon um die 3Kilo. meine erste Tochter hatte bei der Geburt 4045g und ich hatte nur 17 Kilo zugenommen. Kann es bei de rGEburt Schwierigkeiten geben wegen zu viel Gewichtszunahme??Wie kann ich mich bremsen?Ich nehme mir oft vor ich darf und soll nichts süßes essen aber der Geist ist schwach.Jetzt bin ich fast auf 80 Kilo und Stiegensteigen ist auch schon zum Problem geworden. Mir geht leicht die Luft aus.Aber bitte ratet mir jetzt nicht zu eiserner Disziplin, denn das schaff ich nicht gibt es keine anderen Mittel??? Das Problem ist nicht nur jetzt sondern auch nach der Schwangerschaft die Kilos wieder loszuwerden.Wer weiß guten Rat????


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, 1.die empfohlene Gewichtszunahme in der Schwangerschaft richtet sich vor allem nach dem Body-Mass-Index (=BMI=Körpergewicht geteilt durch (Länge in Metern zum Quadrat) ) der Schwangeren vor Beginn der Schwangerschaft. Denn dieser gibt am besten Auskunft über die individuelle Gewichtssituation: Wenn er in etwa bei 25 liegt, würde man von Normgewicht sprechen. Ist er 19 und kleiner, liegt ein Untergewicht vor. BMI (kg/m2) vor der Schwangerschaft und empfohlene Gesamtzunahme(kg): niedrig (kleiner 19)) 12,5-18 normal (19-25) 11,5-16 hoch (größer 26) 7-11,5 Der Zeitpunkt dieser Gewichtszunahme, kann schon mal variieren. Erfahrungsgemäß findet diese aber meist nicht vor dem 2. Schwangerschaftsdrittel statt. Nimmt die Schwangere weniger zu ist dieses zunächst nicht zu beanstanden. Aber, auch ein Untergewicht kann mit Schwierigkeiten für das Entstehen einer Schwangerschaft und Problemen im Schwangerschaftsverlauf verbunden sein. Deshalb sollte die Schwangere nicht kontinuierlich Gewicht verlieren – von dem ein oder anderen Kilo zwischendurch oder zu Beginn der Schwangerschaft mal abgesehen. Welche Probleme können sich nun bei der Schwangeren, dem Kind und dem Schwangerschaftsverlauf eventuell ergeben, wenn ein Übergewicht vorliegt? Wenn es deutlich mehr ist, dann zeigen Untersuchungen, dass sich mehr Risiken hinsichtlich schwangerschaftsspezifischer Erkrankungen wie Gestose, Diabetes und Problemen unter der Geburt ergeben können. Auch können die Kinder hier deutlich schwerer als gewöhnlich sein. Zeigt sich bei der Schwangeren ein Übergewicht, sollte man ihr empfehlen, sich hinsichtlich der Gewichtszunahme an die oben gemachten Angaben zu orientieren. Sie sollte allerdings nicht gezielt Gewicht verlieren oder gar Diäten durchführen. Auch, wenn es die meisten nicht hören mögen: hormonelle Gründe sind eher die seltenste Ursache für ein Übergewicht. Es ist hier schon meist das Essverhalten und die mangelnde Bewegung. Aus der tägliche Erfahrung bestätigt sich dieses. Die Frau mit Übergewicht kann dadurch, dass sie etwas genauer auf den Fettkonsum (insbesondere versteckte Fette in Süßwaren) und die Mengen dessen, was sie zu sich nimmt, achtet, hier schon Abhilfe leisten. Die sportliche Betätigung trägt ihre übriges dazu bei. 2. gibt es bei der Frau in der Vorgeschichte schon ein oder mehrere Kinder über 4000 Gramm, oder zeigt sich im Verlauf einer Schwangerschaft, dass das Kind hinsichtlich des Gewichtes deutlich über der Norm liegt, für die Größe der Frau besonders schwer ist, die 4000 Gramm-Marke erreicht, oder gar überschritten wird, ist es in diesen Fällen sehr sinnvoll, auch die Möglichkeit eines Schwangerschafts-Diabetes frühzeitig auszuschließen und ggf. via FA/FÄ mit der Frauenklinik rechtzeitig im Rahmen eines Geburtsplanungsgespräches (etwa ab der 36. SSW) über den Entbindungsmodus schon im Vorfeld zu sprechen, gerade, um zu vermeiden, dass es unter der Geburt zu Problemen kommt, die man dann mit einem primären Kaiserschnitt umgehen kann. Hier sollten dann die Risiken: primärer Kaiserschnitt gegen die spontane Geburt eines besonders schweren Kindes nach Kaiserschnitt abgewogen werden und die Fragen des Entbindungsmodus erörtert werden. VB


Mitglied inaktiv

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Ich bin jetzt in der 23 Woche habe also bald das zweite Drittel um. Mein BMI liegt bei 20 und ich habe bisher 4 KG zugenommen.Ist das o.k.? Wenn ich überlege, dass ich da jetzt noch bis zu 12 kg drauf packen soll ... oh oh. Soviel Zeit bleibt mir doch garnicht mehr oder? (Ernähre mich übrigens sehr bewusst und habe wohl den grossen Vorteil, dass ich noch nie einen süßen Zahn hatte sondern immer schon lieber Obst gefuttert habe.)


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