Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Wirklich nicht sooo schlimm???

Frage: Wirklich nicht sooo schlimm???

Mitglied inaktiv

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Hallo.... war heute zur vorsorge (27+6ssw) bei meiner ärztin.... Diese stellte folgende Diagnose: Muttermund weich, Gebärmutterhals (nach vaginalem Ultraschall auf 2,9 cm gemessen)verkürzt CTG O.B. Ich soll nun täglich abends 1x Magnesium einnehmen und mich schonen..... Auf meine Frage ob es nicht sinnvoll wäre wenn ich mal einige zeit zu hause bleibe bekam ich zur Antwort das es ja nicht sooo schlimm sei... Hier zu sei aber nun zu erwähnen das ich zur zeit als Altenpflegerin noch voll berufstätig bin, eine 3 Jahre alte Tochter habe und von meinem Mann aus gesundheitlichen Gründen (Bandscheibenvorfall)nicht allzuviel hilfe zu erwarten ist... desweiteren hatte ich vor ca.6 und ca.5 Jahren jeweils fehlgeburten in der 11 und 16 ssw..... Bin ich wirklich so empfindlich und ängstlich wie meine ärztin es darstellt, oder ist meine sorge um eine frühzeitige beendigung der ss berechtigt? LG eine etwas ratlose Bebina


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Bebina, 1. physiologischerweise verkürzt sich der Gebärmutterhals gegen Ende der Schwangerschaft immer, was ein Zeichen dafür ist, dass sich die Gebärmutter auf die Geburt vorbereitet. Kommt es jedoch früh zu einer Verkürzung deutlich vor der 34. SSW, dann bedeutet dieses, je nach Ausprägung eine Risikoerhöhung für eine Frühgeburt. Diese Verkürzung wird durch eine vorzeitige Wehentätigkeit hervorgerufen, wobei die genauen Entstehungsmechanismen bis heute nicht eindeutig geklärt sind. Eine bakterielle Besiedlung ist sicher nur eine Erklärung. Die Länge alleine lässt keine Rückschlüsse zu, außer, dass man sagen kann, dass eine Länge von weniger als 2,5 cm mit einem erhöhten Risiko der Frühgeburt einhergeht und deshalb entsprechende Empfehlungen und Maßnahmen ausgesprochen werden. Wichtig ist es, hier immer den Gesamtzusammenhang zu sehen: Sehr hilfreich ist es, wenn bekannt ist, ob Beschwerden, wie Kontraktionen oder vorzeitige Wehen vorliegen oder es Hinweise für eine Entzündung im Bereich der Scheide gibt. Eine solche Entzündung mit Bakterien kann hier der Auslöser sein. Besonders bedeutsam ist, inwiefern sich im vaginalen Ultraschall Hinweise auf eine bedeutende Verkürzung des Gebärmutterhalses, ggf. verbunden mit einer Trichterbildung finden. In einigen Fällen hilft die körperliche Schonung mit Verzicht auf Sport und Verkehr und die prophylaktische Einnahme von Magnesium. Dieses beruhigt die Gebärmutter. In anderen Fällen reichen diese Maßnahmen alleine aber nicht aus. Manchmal ist dann auch eine stationäre Behandlung notwendig. Wie hier für Ihre persönliche Situation das sinnvollste Vorgehen aussehen sollte, kann sicher Ihre behandelnde Frauenärztin/Frauenarzt im Rahmen der Untersuchung beurteilen. Gegebenenfalls wird hier zur Entscheidungsfindung auch die Klinik mit einbezogen. 2. bei Frühgeburtsbestrebungen ist wegen der Notwendigkeit zur Schonung meist auch eine Krankschreibung erforderlich. In einem Altenheim um so mehr. VB


Mitglied inaktiv

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Hallo, ich an Deiner Stelle würde mich krank schreiben lassen. Ob das nun Dein Gyn macht oder nicht, ist egal, dann geh zum Hausarzt. Wie gross das Risiko für Dein Baby ist, kann Dir kein Arzt sagen! Schon Dich und schau, wies in zwei Wochen aussieht; keine Arbeit, gerade die schwere Arbeit der Altenpflegerin, sollte höher bewertet werden als Dein Kind (auch, wenn das vielleicht manche Frauen hier anders sehen werden!) LG sabine


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