Mitglied inaktiv
Hallo ihr alle, ich habe da was auf der Seele brennen. Ich bin jetzt in der 33.SSW, müsste eigentlich dermaßen glücklich sein, aber bin es nicht. Ich habe so viele Beschwerden, die mich immer wieder runterreißen und mich total down sein lassen. Von Anfang an konnte ich nicht mehr arbeiten gehen- Beschäftigungsverbot- wegen Schmerzen im Unterleib, mein BU ist inzwischen bei gigantischen 1,34m was mich schwer in meine Wohnung kommen lässt(5.Stock, kein Fahrstuhl), habe Wasser in den Beinen, Füßen,Händen u vor allem Fingern, so schlimm, dass ich oft Schmerzen in den Fingern habe, leide unter Blutdruckbeschwerden, Atemnot, Hustenanfälle aufgrund der Atemnot, Schlafstörungen(von Anfang an jede Nacht minimum 3Mal aufstehen),Übelkeit am Anfang und jetzt am Ende auch. Raus gehen geht nicht, paar min gelaufen, wird mir schwindelig. Eigentlich ist alles irgendwo erträglich, ich schaffe auch jeden Tag rumzukriegen, der kleine Krümel, der ja bald kommt, baut mich auch auf. Nur was mache ich gegen diese Niedergeschlagenheit? Ich will trotz SS-Beschwerden glücklich sein, mich auf alles freuen und nicht nur ständig darüber nachdenken, wie schlecht es mir doch geht. Anderen geht es noch schlechter, denk ich immer, und die schaffen das auch. Habt ihr paar Tipps für mich?? Habe bereits eine Tochter,die SS war traumhaft schön, ohne Probleme, jetzt vier Jahre später ist alles anders herum. Was macht ihr, wenn es euch schlecht geht? Danke für die Antworten. Claudia
Mitglied inaktiv
Hallo! Wer sagt denn, das SS immer nur glücklich sein müssen? Du hast genauso das Recht, Dich schlecht zu fühlen, wie jeder andere auch und auch, das zu sagen. SS ist zwar keine Krankheit, aber für den Körper bedeutet es Höchstleistungen zu vollbringen. Wenn Deine Große im bett ist, mach einfach nur was Dir guttut, also Beine hochlegen, ein schönes Bad nehmen, ein Buch lesen, deinem Bauchzwerg was erzählen oder vorlesen/singen... einfach relaxen. Sei ruhig ein bisschen egoistisch, das wird Dir guttun und Hausarbeit hat nicht die Angewohnheit wegzulaufen, die kannst Du immer noch machen. LG Susi
Mitglied inaktiv
Hallo Claudia, wenn ich deine körperlichen Beschwerden lese, dann kann ich deine Niedergeschlagenheit und deinen Kummer sehr gut verstehen. Ich glaube du verlangst zuviel von dir und deinem Körper, wenn du bei diesen vielen gesundheitlichen Problemen von dir verlangst auch noch richtig schön glücklich zu sein - nur weil man das als werdende Mami ja zu sein hat. Verlange nicht zuviel von dir und gönn dir auch mal ein bischen Selbstmitleid. Kann es schlecht anders erklären, aber du weißt ja selbst, daß sich all diese Probleme in absehbarer Zeit von selbst lösen. Wünsche dir alles Gute
Mitglied inaktiv
Hallo Claudia, ich kann Dich nur zu gut verstehen. Mir geht es zwar nicht wirklich schlecht, aber ich (24.SSW) bin auch seit mittlerweile vier Monaten zu Hause, da ich ab der 7.SSW immer mal wieder Blutungen hatten und dann eine Plazenta praevia diagnostiziert wurde. Gerade in der ersten Zeit bin ich manchmal in Selbstmitleid zerflossen. Besonders als zweimal der Urlaub abgesagt werden musste und ich dann auch noch meine so wichtige Fortbildung sausen lassen musste. Das ist aber auch normal und gehört dazu. So wichtig der Krümel auch ist, wir sind schliesslich auch noch da. Gerade bei den vielen Beschwerden, die Du hast, ist es nur zu verständlich, dass Du Dich ziemlich niedergeschlagen fühlst. Auch wenn man weiss, dass es anderen noch schlechter geht, hilft dass nicht immer. Das ist ja doch meist viel zu weit weg. Ich habe dann allerdings per email eine sehr nette Neuseeländerin kennengelernt, die mir schilderte, wie es ihr in ihrer ersten SS ging. Das war dann plötzlich sehr nahe, hatte ich doch einen konkreten Menschen im Hinterkopf an den ich denken konnte, wenn ich mich mal wieder ganz furchtbar fühlte. Ich kann Dir nur raten, Dir Zeit zu nehmen für Dinge die Du magst. Endlich mal das Buch lesen, für das Du bisher nie die Zeit hattest. Ein ausgiebiges Bad nehmen oder was auch immer Du magst. Ich habe endlich mal meine ganzen Fotos und Negative sortiert, eine Arbeit die man sonst immer aufschiebt. Was meinst Du wie stolz ich hinterher war! Außerdem habe ich das Strickzeug vorgekramt und erste Sachen für den Krümel gestrickt, das gibt richtig Auftrieb, wenn ma da etwas entstehen sieht und noch mehr wenn der Göttergatte davon ganz begeistert ist. Mir war und ist besonders wichtig auch irgendwie etwas greifbares zu schaffen, da mein Mann im Moment so viel hier im Haushalt zu tun hat, weil ich ja noch immer viel liegen muss. Und wenn Dir danach ist, dann heul Dich auch einfach mal aus, denn das befreit. Wer sagt denn, dass man in der SS immer glücklich sein muss? Du siehst, was man tut ist nicht so wichtig, Hauptsache es baut einen in irgendeiner Weise auf und hilft wenigstens für ein Weilchen zu vergessen, dass man sich eigentlich schlecht fühlt. Liebe Grüße platschi
Mitglied inaktiv
Hallo, kleine Mutti! Wenn ich Deinen beitrag lese, dann denke ich, ich hätte Ihn geschrieben, bin jetzt erst 30. Woche, aber schon seit Monaten wegen dauernder Probleme zu Hause, Ärger mit Job etc. Ständig down, schleppe mich von Woche zu Woche. Muss mich schonen, darf nichts machen. Habe auch einen 6 jährigen Sohn, der bald zur Schule kommt. Ich versuche mich aufzubauen, indem ich mir sage, ich muss doch auch für den 1. Zwerg irgendwie halbwegs in der Spur bleiben! Sicher macht Dir dein 1. Auch viel Freude. das die 2 Schwangerschaft blöd wir, wusste keiner!! Sieh mal, wir haben doch schon viel geschafft! Was sind schon 40 Scheiß Wochen im Vergleich zu einem Leben!! Nächstes Jahr um die Zeit denkst Du schon nicht mehr dran! So versuche ich mich aufrecht zu halten-ich weiß das es echt schwer ist! Überall nur glückliche Schwangere! Und mach Dir bloß kein schlechtes Gewissen wegen dem "neuen" und deinem Gemüts-Zustand! Das können die ab! Unglückliche Mütter gehören auch irgendwie zum Leben!! Wir werden bestimmt entschädigt!!Alles Gute für Dich