Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Wie ist ihre Meinung dazu? Folge von harten Bauch weiter unten...

Frage: Wie ist ihre Meinung dazu? Folge von harten Bauch weiter unten...

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Hallo Dr. Bluni. Ich hatte sie untenstehend schon befragt, wegen harten Bauch., Ich war dann heute in der Klinik und habe folgende Befunde bekommen. Was halten sie davon? Herzaktion: Pos. I. Schädellage, Fruchtwasser: Polyhydramie, Fruchtwasserindex: 22,3. Plazenta Hinterwand, Grannum Grad 1, Plazentastruktur unauffällig Vaginal ph: 4.0 Uterustonus: mild Keine Blutung, kein Fruchtwasserabgang Zervix: erhalten, mittelfest Muttermund geschlassen, Position sakral Abdomen weich, LKS inguinal bds frei, NNI bds frei, Spec: reichl Flour Albus, Vag ph 4,0 sonst unauffälliger Gyn inspek Befind VU: Zervix erhalten Zervixlänge 2,9 cm unter Belastung 2,63 cm, kein Trichter Diagnose: Zeitgerecht entwickelte Einlingsschwangerschaft, V.a. Polyhydramnion, AFL 22,3., HW Plazenta, Doppler A, umbilikalis o. path B. Zervixlänge unter Belastung 2,6 cm Meine Frage is es jetzt, was hab ich zu Beachten in Zukunft? Klingt es wirklich arg kritisch? LG Tanja


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo Tanja, 1. Sie haben nicht dabei gesschrieben, wie weit Sie in der Schwangerschaft denn nun aktuell sind, denn das ist für eine Cervixlänge von 2,6 Zentimetern schon von erheblicher Bedeutung: physiologischerweise verkürzt sich der Gebärmutterhals gegen Ende der Schwangerschaft immer, was ein Zeichen dafür ist, dass sich die Gebärmutter auf die Geburt vorbereitet. Kommt es jedoch früh zu einer Verkürzung deutlich vor der 34. SSW, dann bedeutet dieses, je nach Ausprägung eine Risikoerhöhung für eine Frühgeburt. Diese Verkürzung wird durch eine vorzeitige Wehentätigkeit hervorgerufen, wobei die genauen Entstehungsmechanismen bis heute nicht eindeutig geklärt sind. Eine bakterielle Besiedlung ist sicher nur eine Erklärung. Die Länge alleine lässt keine Rückschlüsse zu, außer, dass man sagen kann, dass eine Länge von weniger als 2,5 cm mit einem erhöhten Risiko der Frühgeburt einhergeht und deshalb entsprechende Empfehlungen und Maßnahmen ausgesprochen werden. Wichtig ist es, hier immer den Gesamtzusammenhang zu sehen: Sehr hilfreich ist es, wenn bekannt ist, ob Beschwerden, wie Kontraktionen oder vorzeitige Wehen vorliegen oder es Hinweise für eine Entzündung im Bereich der Scheide gibt. Eine solche Entzündung mit Bakterien kann hier der Auslöser sein. Besonders bedeutsam ist, inwiefern sich im vaginalen Ultraschall Hinweise auf eine bedeutende Verkürzung des Gebärmutterhalses, ggf. verbunden mit einer Trichterbildung finden. In einigen Fällen hilft die körperliche Schonung mit Verzicht auf Sport und Verkehr und die prophylaktische Einnahme von Magnesium. Dieses beruhigt die Gebärmutter. In anderen Fällen reichen diese Maßnahmen alleine aber nicht aus. Manchmal ist dann auch eine stationäre Behandlung notwendig. Wie hier für Ihre persönliche Situation das sinnvollste Vorgehen aussehen sollte, kann sicher Ihre behandelnde Frauenärztin/Frauenarzt im Rahmen der Untersuchung beurteilen. Gegebenenfalls wird hier zur Entscheidungsfindung auch die Klinik mit einbezogen. 2. eine erhöhte Menge an Fruchtwasser (Polyhydramnion) können wir in 0,13 bis 3,2% aller Schwangerschaften nachweisen. Während in etwa zwei Drittel der Fälle kein genaue Ursache nachzuweisen ist, finden sich im übrigen Drittel vorwiegend diabetische Stoffwechselveränderungen (Schwangerschaftsdiabetes) der Mutter. Einer Erhöhung der Fruchtwassermenge können allerdings auch mal kindliche Fehlbildungen zu Grunde liegen oder Infektionen zu Grunde liegen. Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, zunächst einen Schwangerschaftsdiabetes auszuschließen und ggf. parallel eine gezielte sonographische Diagnostik, vor allem des Magen-Darm-Traktes, des Zentralnervensystem und der Organsysteme des Feten durchzuführen, wenn eine bedeutende Erhöhung der Fruchtwassermenge vorliegt. Darüber hinaus ist bei unauffälligem Ergebnis ggf. auch eine Infektionsdiagnostik bei der Mutter angezeigt. Bitte sprechen Sie sich aus diesem Grund zum weiteren Vorgehen mit Ihrer behandelnden Frauenärztin/Frauenarzt ab. VB


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ot


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huhu, Kritsch klint es nicht.Sonst hätten dich ja da behalten. Aber du solltest dich aufjedenfall schonen und Magnesium nehmen. Bist ja erst 30 woche.Baby soll ja noch ein bisschen drinne bleiben. Ich wünsche dir alles alles gute. LG


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Hallo Tanja, bei Dir liegt ein Verdacht auf Polyhydramnie vor. Das bedeutet, dass eventuell eine überdurchschnittliche Menge Fruchtwasser vorhanden ist. Der Index liegt bei Dir bei 22,3. Ich kenne es aber so, dass man von der Polyhydramnie erst bei einem Index von über 25 spricht. Die Fruchtwassermenge kann variieren im Verlauf der Schwangerschaft. Sprich mit Deinem FA darüber. Er wird Dir die Ängste nehmen können. LG Ute


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