Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Bluni, ich war am Freitag zum Doppler-US und habe den Bericht mitbekommen. Im KH hat man mich leider im Dunkeln stehen lassen und mit dem Arztbrief kann ich mir auch keinen Reim bilden. Vielleicht könnten Sie mir grob erklären, was gemeint ist ? Plazentareife Grannum II, Fruchtwasser untere Norm A. uterina links 0. 36, kein notching A. uterina rechts 0.66, kein notching Danke ! Gruß Nicole
liebe Nicole, Der Reifegrad und die Verkalkungen in der Plazenta werden entsprechend der Einteilung nach Grannum beurteilt. Hier wird unter anderem die Ausprägung von Verkalkungen als Kriterium benutzt. Wenn der Sonographiebefund bei nur geringen Verkalkungen ein sonst zeitgerechtes Wachstum anzeigt und auch der Doppler und das CTG in Ordnung sind, besteht zunächst kein Grund zur Sorge. Bei stärkerer Verkalkung schon deutlich vor dem Ende der Schwangerschaft wäre dieses wohl anders zu beurteilen. Hier wären auch zum Beispiel der Doppler-Ultraschall und das CTG eine Option. Dieses kann im Einzelfall aber nur zwischen Ihnen und der Frauenärztin/Frauenarzt persönlich besprochen werden. Letztlich hat der behandelnde Arzt über weiterführende Maßnahmen zu entscheiden und kann dieses immer noch am besten beurteilen. Und so kann der jeweilige Untersucher/in eben auch im Ultraschall erkennen ob das Kind sich zeitgerecht entwickelt und ob es Hinweise auf eine nicht mehr ausreichende Funktion der Plazenta gibt. Es gibt also immer wieder mal leichte Verkalkungen, die nicht gleich Grund zur Sorge sind. Und sofern Sie nicht rauchen und sich sonst auch an die Empfehlungen Ihrer Frauenärztin/Frauenarzt halten, können Sie diesen Ablauf nicht weiter beeinflussen. Grannum II ist eine mäßige Verkalkung. ein notching im Doppler kann ein Hinweis auch nicht optimale Durchblutungsverhältnisse sein, was wiederum bei bestimmten Veränderungen in der Schwangerschaft der Fall sein kann. Vb