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Hallo Dr. Bluni, ich hatte vor knapp 4 Wochen eine Totgeburt in der 27 +3 SSW. 2 Wochen zuvor hatte ich hohen Blutdruck, Blut und Eiweiß im Urin. Am 4.7. war ich beim Frauenarzt, er schallte und sagte mir es wäre alles in Ordnung. Mir ginge es halt schlecht, aber das Kind bekommt trotzdem das was es braucht, bzw es nimmt es sich halt, auch wenn ich auf dem Zahnfleisch rumrobbe. Ich bekam Magnesium und Eisentabletten und er schickte mich wieder nach Hause. Eine Woche später spürte ich keine Bewegungen mehr. Nagut sagte ich mir....es ist heiß vielleicht bewegen sich dann die Kümels nicht. Doktor hat ja gesagt es ist alles in Ordnung mit dem Spatz. Am nächsten Tag bekam ich Panik und ging zu ihm. Er schallte und da waren keine Herztöne zu sehen. Also ich in Klinik nochmal schallen, immer noch nix. Geburt wurde eingeleitet und ich brachte meinen Sohn zur WElt. Ich lies in der Pathologie untersuchen, mit dem Ergebniss: Ein 850g schwerer, männlicher Foet mit einer Scheitelsteißlänge von 26cm, einer Scheitelfersenlänge von 34 cm, einen Kopfumfang von 22 cm, einen Thoraxumfang von 17cm, einen Bauchumfang von 16 cm sowie einen 3 cm langen, 0,9 cm starken dreilumigen Nabelschnuranteil. Keine äußeren und inneren Missbildungen. Beurteilung: Unreifer männlicher Foet entsprechend der 26. SSW ohne nachgewiesene äußeren und inneren Missbildungen Die Plazenta klein und unreif mit morphologischen Veränderungen, die auf einen Hypertonus der Mutter zurückzuführen sind (vergl. E.-Nr. H18614-06). Der Befund ist vereinbar mit einer manifesten chronischen Plazentainsuffizienz aufgrund einer Einschränkung der plazentaren Perfusions und Diffusionskapazität und ist als Ursache des intrauterinen Fruchttodes anzusehen. Konnte mein Frauenarzt das nicht sehen, das die Plazenta zu klein ist? Meinem Kind dürfte es doch eine Woche vor seinem Tod auch nicht gut gegangen sein. Warum hat er nichts gesehen und warum hat er mich damals nicht gleich in die Klinik eingewiesen. Entschuldigung ich habe so viel im Kopf und gebe mir auch teilweise die Schuld. Meinen Sohn kann mir keiner wieder bringen, aber ich möcht gern die Gründe wissen. Warum er nichts gemacht hatte. LG Mariechen
liebe Marie, dieses ist selbstverständlich ein sehr trauriges Ereignis für Sie und die Suche nach der Ursache umso verständlicher. Ihrer Beschreibung und dem Bericht der Pathologie zufolge kann es sehr gut sein, dass der zu hohe Blutdruck vielleicht auch schon länger vorhanden war. Dieses kann dann in der Folge zu einer Plazentaunterfunktion führen, die nicht immer gleich sichtbar ist. Dieses wird nur dann nachweisbar, wenn das Kind z.B deutlich hinter der Zeit herhinkt und dann im Doppler eine Minderdurchblutung nachgewiesen wird. Aus der Größe der Plazenta (die sich im Ultraschall gar nicht optimal darstellen lässt) lassen sich alleine kaum Rückschlüsse ziehen. VB
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das tut mir unednlich leid für dich-fühl dich mal fest gedrückt!!!! kann mir vorstellen das du jetz nach nem grund suchst! wenn du deinem FA in der hinsicht nich mehr vertraust wechsle den arzt-vielleicht hilft das schon dass du dem alten arzt nich mehr gegenüber stehen musst!!! LG
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Hallo, erstmal: mein tiefstes Beileid! Ich wünsche dir eine Menga Kraft und Mut für die Zukunft! Nun zu meiner Frage: Hattest du Wassereinlagerungen? Zusammen mit dem Bluthochdruck und dem Eiweiß im Urin spricht es nämlich auch für Präklamsie. Das ist eine Art "Anfall" deines Körpers bei dem er rücksichtslos die Versorgung des Babys einstellt und nur noch die versorgt. So hat es mir meine Hebamme erklärt, denn ich wäre beinahe davon betroffen gewesen. Allerdings hätte dein Arzt die Unterversorgung der Plazenta bzw. das sie zu klein ist, sehen müssen. Hat er denn keinen Doppler gemacht?
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Hallo Griefchen, ja ich hatte Wassereinlagerungen, das hat er auch gewusst. Aber von Präklamsie war nie die Rede. Auch in der Klinik nicht. LG Mariechen
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einen Doppler hat er gemacht, aber wie er sagte war ja alles in Ordnung
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Ach du Arme, das tut richtig weh beim Lesen. Tut mir unglaublich leid! Ich denke dein Arzt hätte sehen müssen, daß das Baby nicht genug wächst. Ich finde eine nicht gut funktionierende Plazenta und 10 Wochen Größenunterschied ist nichts, was man übersehen darf. Plage dich nicht mit Schuldgefühlen - so etwas hat keiner verdient und von Schuld kann man auf keinen Fall reden. Ich wünsch dir viel Kraft alles zu verkrafte. Alles Liebe! Kerstin