Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Wachstum Ungeborenes

Frage: Wachstum Ungeborenes

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Sehr geehrter Dr. Bluni, ich war bei 35+4 beim Gyn zur VU und dort war unser Krümel circa 48 cm groß und 2638 Gramm schwer. Nun war ich gestern bei 37+0 erneut zur VU und Krümel circa 49 cm groß und 2748 gramm schwer. Im Krankenhaus letzte Woche hatte ein anderer Arzt 49 cm und 2909 gramm gemessen. Ich weiß dass das nur Schätzwerte sind und es auch auf die Geräte und den Messer ankommt, aber ist eine Gewichtszunahme von rund 100 Gramm in 16 Tagen nicht etwas wenig ? Im Krankenhaus meinte der Doc das Fruchtwasser sei an der unteren Norm. Laut meinem Gyn habe ich bis zu 5 cm große Fruchtwasserdepots in der Leiste. Bei meiner Tochter haben Sie damals angefangen einzuleiten (bei 37+3) weil zu wenig Fruchtwasser da war und sie eine Wachstumsretadierung aufwies. Der Kopf des Babies liegt tief im Becken, Muttermund noch sakral und zwar wieder so dass der Muttermund per Tastbefund nicht erreicht werden kann. Das gleiche hatte ich bei unserer Tochter auch. Sie musste dann nach 4 Tagen erfolgloser Einleitung wegen Plazentainsueffizenz per Kaierschnitt auf die Welt geholt werden. Wie kann sich denn der Gebärmutterhals verkürzen wenn das Baby mit dem Kopf davor liegt ? Nun habe ich ehrlich gesagt Angst, dass wieder eine Plazentainsueffizenz auftritt. Der nabelschnur-Doppler war gestern laut Gyn in Ordnung. Aber die geringe Gewichtszunahme macht mir nun doch zu schaffen und ich weiß nicht genau wie ich darauf jetzt reagieren soll. Vielen Dank im Voraus LG Jadera


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo Jadera, Plazentainsuffizienz bedeutet, dass der Mutterkuchen so verändert ist, dass er nicht mehr in der Lage ist, das Baby ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Dieser Zustand kann sich langsam verschlechtern (chronische Plazentainsuffizienz, z.B. durch verminderte Durchblutung, Strukturveränderungen oder Verstopfung von Blutgefäßen) oder plötzlich auftreten (akute Plazentalösung, z.B. bei vorzeitiger Ablösung des Mutterkuchens von der Gebärmutterwand). Gehäuft finden wir diese bei Mehrlingsschwangerschaften, Präeklampsie („Gestose“) oder Diabetes der Mutter; untergewichtigen, schlecht ernährten oder rauchenden Müttern; vorausgegangenen Fruchtbarkeitsstörungen; fieberhaften Infektionen; Blutungen oder Frühgeburtsneigungen während der Schwangerschaft; sowie bei Übertragung des Kindes. Ein zahlenmäßiges Risiko können wir nicht benennen, was die Wiederholungswahrscheinlichkeit angeht, aber in jedem Fall sind rechtzeitige Doppler-Kontrollen durch Ihre Frauenärztin/Frauenarzt oder die Klinik sinnvoll und wenn sich Hinweise auf eine Plazentainsuffizienz ergeben, wird das Kontrollintervall entsprechend eng gesteckt werden müssen. 2. ob der nur geringen Gewichtszunahme in 16 Tagen eine Bedeutung zukommt, kann am besten der Untersucher vor Ort einschätzen. Bitte sprechen Sie sich aus diesem Grund zum weiteren Vorgehen mit Ihrer behandelnden Frauenärztin/Frauenarzt ab. 3. Wehen können sich immer mal auf den Gebärmutterhals auswirken, unabhängig davon, wie das Kind nun liegt VB


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