Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

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Frage: vorgehen

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hallo dr.bluni, ich bin zur zeit wirklich sehr verwirrt. war am dienstag bei meiner normalen frauenärztin, um die ss bestätigen zu lassen. sie hat ultraschall gemacht, kein blut gezogen, nichts...auf dem monitor hat man deutlich die fruchthöhle mit fruchtwasser gesehen. sie meint, es wäre nix drin und es ist ein windei. ich habe sofort überweisung zum ausschaben bekommen. nachdem ich mich hier informiert habe, war ich nun gestern bei einem anderen arzt. diese hat mich 2 tage vordatiert, war nun gestern 5+5 und auf dem ultraschall hat man fruchthöhle (9,2mm) und dottersack gesehen. sie sagt, es ist alles normal und intakt. ich freue mich sehr, aber noch verhalten nach diesem start und habe nun ständig angst mir wieder sorgen machen zu müssen. was sagen sie zu dem verhalten der ersten ärztin? noch eine letzte frage, ich habe mich ein bisschen erkältet & ziemlichen husten und fühl mich schlapp und bisschen fiebrig. schadet das dem kind? entschuldigung, dass es so lang geworden ist, aber wollte gern mal eine meinung eines facharztest hören. danke


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, 1.Ihre Verunsicherung in der Situation kann ich sehr gut verstehen. Warum dieses so gelaufen ist, kann ich so nicht nachvollziehen, möchte aber an dieser Stelle dieses auch nicht kommentieren. Wenn die Schwangerschaft noch sehr jung ist und man vermeintlich einen nicht regulär entwickelten Zustand der Schwangerschaft sieht, ist es sinnvoll, hier einfach nach 7-10 Tagen noch einmal eine Kontrolle durchzuführen, da bei Beschwerdefreiheit meist kein Grund zur Eile besteht. 2.je nach Ausprägung der Erkältung/grippaler Infekte/Entzündung der Nebenhöhlen, ist es am sinnvollsten durch den Hausarzt oder HNO-Arzt zu entscheiden, ob nur symptomatische Maßnahmen ausreichen, oder ob vielleicht doch mehr getan werden sollte, wie vielleicht die Verabreichung eines Antibiotikums. Dieses ist dann auch meist problemlos möglich. Es ist also nicht nötig, nur zuzuschauen und abzuwarten. Eine Erkältung; Entzündung der Nasennebenhöhlen, ein grippaler Infekt oder auch eine Bronchitis stellen in der Schwangerschaft keine Gefahr für das Kind dar. Zur Fiebersenkung ist z.B. auch Paracetamol erlaubt. Die Verordnung von Hustenmitteln Antitussiva in der Schwangerschaft wird streng gehandhabt und erfolgt sinnvollerweise in Rücksprache mit dem Hausarzt. Nach dem 3. Schwangerschaftsmonat sind in Ausnahmefällen bei besonders quälendem, trockenem Husten codeinhaltige Präparate kurzzeitig einsetzbar. Die Einnahme sollte aber immer mit dem behandelnden Arzt/Ärztin abgeklärt werden. Bei anderen Substanzen, die vielfach zur Anwendung empfohlen werden, ist vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft Vorsicht geboten. Der Hustenreiz selbst lässt sich schon oft mit Eukalyptus-Bonbons, die in den üblichen Mengen unbedenklich sind, beseitigen. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr viel trinken bei allen Arten von Atemwegsinfektionen Hier empfiehlt sich zum Beispiel warmer Tee oder heiße eine Zitrone. Auch Inhalationen z.B. mit ätherischen Ölen und Säfte auf pflanzlicher Basis sind meistens erlaubt. Inhalationen, v.a. mit solehaltigen Substanzen lösen auch das Sekret in den Nebenhöhlen und können somit den Schnupfen lindern. Dabei sollte die Luft entsprechend angefeuchtet sein, um eine Austrocknung der Schleimhäute zu verhindern. In ausgeprägten Fällen und nach Rücksprache mit Ihrem Arzt sind auch mal Nasentropfen erlaubt. Nach Informationen der Hersteller gibt es bei den Nasentropfen- und Sprays keine Hinweise für Schäden bei den Kindern. Man sollte sich allerdings an die Dosierung halten. Eine regelmäßige Anwendung ohne eindeutige Indikation ist sicher nicht zu vertreten. Bei bronchitischen Beschwerden gibt es als Hausmittel sind beispielsweise Kartoffelwickel. Diese werden nach dem Kochen zerstampft und dann noch warm in einem Baumwolltuch auf die Brust gelegt. Ähnlich funktionieren Quarkwickel. Am sinnvollsten ist es, die Therapie und das Vorgehen mit dem Arzt vor Ort abzusprechen. VB


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