Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Dr. bluni, ich bin in der 36+0 SSW und war gestern zur Vorstellung in der Klinik, wo ich entbinden werde. Der Chefarzt hat einen Ultraschall gemacht. Das Kind soll zimelich groß sein (geschätzt ca. 3000 g) und lt. seiner Aussage einen "langen" Kopf haben. Außerdem liegt die Nabelschnur um den Hals des Kindes. Er hat zwar gesagt, es sei alles i.O. und die versorgung des Kindes gut, aber die Maße, die ich aus dem Mutterpass entnehmen konnte beunruhigen mich. Zumal der FOD Wert schon beim 3. Screening in der 32. Woche über dem Durchschnitt lag. Nun steht im Mutterpass BIP 94 und FROD (ist wohl das gleiche wie FOD oder?) 121, FL 68, mehr kann ich nicht entziffern. Lt. Ihrer Tabelle der biometrischen daten liegt der FOD über dem Durchschnitt. Außerdem habe ich im Internet recherchiert und gelesen, dass ein falsches BIP/FOD Verhältnis auf Anomalien hindeuten könnte. Ich habe auch in verschiedenen Foren gelesen, dass dieses Verhältnis um 0,8 oder mehr liegt. Wenn ich anhand der eingetragenen Maße dieses Verhältnis ausrechne komme ich auf 0,7768. Ich habe furchtbar Angst, dass mit dem Kind etwas nicht i.O. ist. Können Sie mir sagen, wie dieses Verhältnis durchschnittlich sein soll und ob bei den Maßen meines Babys irgendwas auf eine Störung hindeuten könnte? Oder heißt es nur, dass es eine etwas längliche Kopfform haben wird? Ich bin so beunruhigt und halte es kaum noch 5 wochen bis zur Geburt noch aus. M.
Hallo, 1. leider bedeutet nicht nur das Medium Internet auch eine Art "information overload". Es wird wahnsinnig viel veröffentlicht und geschrieben, ohne das der/die Unbedarfte nachvollziehen kann, ob dieses geprüft ist. Und es mutieren etliche zu selbsternannten Expertinnen und Experten, die mehr Unheil anrichten, als Sicherheit verschaffen. Und getrost dem Motto "only bad news are good news" wird hier nicht nur für die Schwangere "vorgesorgt". Und so erreichen einige Aufklärungen oder Informationen manchmal eher das Gegenteil dessen, was damit beabsichtigt war. Hier sollte sich die Frau schon an die Informationen der "wahren Experten" halten. 2. gewisse Differenzen im Ultraschall können sich natürlich zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft ergeben, ohne dass dem automatisch eine klinische Bedeutung zukommen muss. Wichtig ist die Ausprägung der Differenz, ob diese schon seit Beginn der Schwe Schwangerschaft vorhanden war und die Tatsache, ob diese Differenz im Laufe der Zeit zunimmt. Zeigen sich erhebliche Differenzen in den Messungen oder in dem ein oder anderen Maß und war die frühe Berechnung des Schwangerschaftsalters korrekt, ist immer die Frage, warum das Kind kleiner oder größer =leichter oder schwerer! ist bzw. warum das ein oder andere Maß deutlich abweicht und je nach Ausprägung würde man einen solchen Befund kurzfristig kontrollieren und bei erheblicher Abweichung die genaue Ursache abklären. Bei größeren Abweichungen, kann dieses ansonsten zu Beginn der Schwangerschaft ein Hinweis auf eine nicht reguläre Entwicklung des Feten auch genetisch bedingt sein; im weiteren Verlauf unter anderem auch mal Ausdruck einer nicht ausreichenden Versorgung des Kindes oder einer verminderten Funktionsleistung der Plazenta sein. Hierbei würde aber die Kontrolle per Doppler-Ultraschall, ggf. durchgeführt durch einen entsprechend qualifizierten Arzt/Ärztin, schnell Sicherheit verschaffen. Und hier sollte dann zunächst mal diese Kontrolle abgewartet werden, bevor man sich sorgt. VB