Mitglied inaktiv
Hallo, ich hätte da eine Frage: Wir wünschen uns ein drittes Kind und mir macht da einiges noch Sorgen. Ich habe ein Lymphödem und Lipödem in beiden Beinen. Ich nehme deshalb vor allem im Frühling und Sommer die Kapsel Venestasin redard. In der Packungsbeilage steht das man das in der Schwangerschaft nicht nehmen darf. Jetzt habe ich Angst das mir dann die Beine anschwellen wie Hefekuchen und ich natürlich dazu noch diese Beinschmerzen bekomme. Was soll ich denn da machen?? Außerdem nehme ich jeden Abend eine Tablette von Amineurin 25. Ein leichtes Antideprssivum. Laut Hausärztin eine Babydosis. Aber da steht auch in der Packungsbeilage das man das in der SS auch nicht nehmen soll. Muß ich das jetzt absetzen oder was mache ich??? Ich bitte Sie um schnelle Antwort weil ich im Moment fast laufend dran denken muß und ich ja mit jedem Monat warte das ich Schwanger werde. Habe aber wiegesagt ziemlich Angst weil ich nicht weiß ob das dann dem Embryo schadet. Ich hoffe auf schnelle Antwort und bedanke mich schon mal im Voraus. Danke!!! Gruß Stephi
liebe Stephi, 1. der Einsatz dieser "Venenmittel" ist gerade in der Schwangerschaft kritisch zu handhaben. Hier wäre, wie auch bei sonstigen Wassereinlagerung eher auf die natürlichen MAßnahmen, wie Wechselduschen, Schwimmen und Kompressionsstrümpfe zu verweisen. 2. bei Vorliegen von Depressionen ist es in jedem Fall ratsam mit dem behandelnden Therapeuten/Therapeutin zu sprechen, denn eine behandlungsbedürftigen Depression sollte während der Schwangerschaft fortgesetzt werden. Zur medikamentösen Behandlung der Depression in der Schwangerschaft kann man folgendes ausführen: Es können eine Reihe von Substanzen eingesetzt werden. Jedoch sollte die medikamentöse Behandlung zeitlich begrenzt werden, um teratogene und toxische Effekte zu vermeiden. Wenn möglich, sollten aber Antidepressiva in der Schwangerschaft und besonders im ersten Trimenon, also während der Organentwicklung, nur bei schweren Erkrankungen verordnet werden. Auf Grund der aktuellen Datenlage (Empfehlungen der amerikanischen Aufsichtsbehörde, FDA) sollte bei Diagnose einer Schwangerschaft in einer laufenden Therapie mit dem Wirkstoff Paroxetin, die Therapie umgestellt werden. Und bis zum Vorliegen neuer Sicherheitsdaten ist Patientinnen, die eine Schwangerschaft beabsichtigen oder im 1 Trimenon schwanger sind, von einer Behandlung mit Paroxetin abzuraten. Was Neuroleptika anbelangt, so dürfen Butyrophenone während der Schwangerschaft verabreicht werden, ebenso sind Phenothiazine kaum teratogen. Bei Benzodiazepinen besteht eine relative Kontraindikation. Schlafmittel und Tranquilizer vom Benzodiazepin-Typ sollten während des ersten Trimenons gemieden werden und sollten zwei bis drei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin nicht mehr verabreicht werden. Generell sind in der Schwangerschaft nur bewährte und gut untersuchte Substanzen zur Behandlung der Depression zu empfehlen. Dieses sollte dann mit dem behandelnden Arzt vor Ort besprochen werden. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich doch bitte an unseren Experten für Medikamente in der Schwangerschaft, Herrn Dr. Paulus. Er hat übrigens hier bei rund-ums baby.de auch ein Forum zu solchen Fragen. Die Adresse ist http://www.rund-ums-baby.de/med_schwangerschaft/ VB