Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Christian Karle:

Unentdeckter Schwangerschaftsdiabetes?

Frage: Unentdeckter Schwangerschaftsdiabetes?

Gabi297

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Hallo, ich bin momentan in der 39. SSW (38+4) mit unserem ersten Kind. Unser Sohn wurde bereits schon früh immer schwerer und größer geschätzt. Der kleine zuckertest war mit einem Wert von 119mg unauffällig, daher schob mein Gyn den Grund auf die Gene.  Da er in der 35. SSW schon auf knapp 3 Kilo geschätzt wurde, sollte ich den großen zuckertest noch machen.  Mir wurde dann gesagt, auch dieser sei unauffällig. Ich habe das geglaubt, bis ich gestern selber die Ergebnisse zu sehen bekam: nüchtern: 89mg/dl nach 1 stunde: 182mg/dl nach 2 Stunden: 130mg/dl meinen Recherchen zufolge sollte der Wert nach 1 Stunde nicht 180mg übersteigen und das tut meiner ja einwenig. Ich habe daraufhin den Arzt angerufen und er hatte mir gesagt, dass das nicht schlimm ist und kein Hinweis auf SSD ist. Das hat mich garnicht beruhigt und ich habe trotzdem ein schlechtes Bauchgefühl. Habe dann im kreissaal und bei meiner Hebamme angerufen, die sagen ich solle dem Arzt vertrauen. Aber irgendwie beruhigt mich das alles nicht und ich habe Angst, dass es doch ein Schwangerschaftsdiabetes ist, der unentdeckt geblieben ist und ich so meinem Kind nun geschadet habe.  Die Klinik, in der ich entbinde hat keine Kinderstation, weshalb ich mir Sorgen mache, dass dort nicht festgestellt werden kann, wenn etwas mit dem kleinen nicht stimmt oder falls er unterzuckert sein sollte.  Ich muss dazu sagen, ich selber leide an PCOS und Bluthochdruck (vor der Schwangerschaft schon). In der Familie hat meine Mutter und ihr Vater Diabetes Typ 2, daher ist meine Angst noch größer.  Ich würde mich über eine Expertenmeinung sehr freuen.  Deine Schwangerschaftswoche: 39


Dr. med. Christian Karle

Dr. med. Christian Karle

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Guten Morgen,  Laut der  Testergebnisse steht die Diagnose  GDM  fest.  Eine  Ernährungsberatung und regelmäßige Selbstmessung hätte stattfinden sollen.  Bei einer fetalen Makrosomie,  v.a.wenn der kindliche  Bauchumfang erhöht ist und ggf die  Fruchtwassermenge vermehrt ist, sollte man auch eine  Insulintherapie in der Schwangerschaft durchführen.  Da ich den Sonographiebefund und ihre aktuellen Blutwerte ( Hba1c) nicht kenne, kann ich die Notwendigkeit einer Therapie nicht sicher beurteilen.  Normalerweise würde ich Ihnen ein Perinatalzentrum empfehlen.  Das Kind kann aber auch im Kreißsaal überwacht werden.  Lassen Sie sich die aktuellen Ultraschalluntersuchungen erläutern ob hier ein Hinweis auf einen GDM besteht und ein aktuelles Labor mit Hba1c und Nüchtern BZ würde sinnvoll sein.  Alles Gute wünscht Ihnen Dr Christian Karle 


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