Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Bluni Mich würde interessieren wie hoch sie das Risiko einer möglichen Toxoplasmose Infektion in meinem Fall sehen würden Ich bin jetzt in der 26. SSW. Ich esse kein Fleisch. Seit knapp 3 Wochen habe ich jetzt am Hals immer mal geschwollene Lymphknoten, angefangen mit Halsschmerzen, Detritus auf den Mandeln und leicht erhöhte Temperatur so um die 37,6. Meine Hausärztin hat einen CRP Schnelltest gemacht am Fr. und meinte die Entzündungswerte wären erhöht und sie möchte mir ein Antibiotikum geben. Cefuroxim nehme ich seit Fr. jetzt ein. Hals ist etwas besser, Temperatur gegen Nachmittag immer noch so um die 37,6, bin auch schlapp. Vor ca. 5 Wochen waren wir beim Chinesen essen. Der hat neben dem warmen Buffet auch eine Sushi Platte. Dort habe ich mir 4 vegetarische Sushi geholt mit Gurke in der Mitte. Erst später ist mir in den Sinn gekommen dass das Sushi ja mit dem Fischsushi auf der selben Platte stand. Einige Tage später hatte ich einen abgepackten Kartoffelsalat gegessen der auch geräuchten Speck enthielt. Den habe ich auch mitgegessen weil er kaum rauszupulen war. Denken Sie das vegetarische Sushi könnte durch ev. Kontamination mit dem Fischsushi als Ueberträger für Toxoplasmose in Frage kommen oder allenfalls der geräuchte Speck im Kartoffelsalat? Ich habe etwas Bedenken dass es viell. doch keine normale Erkältung ist, da die bei mir sonst immer so anders verlaufen und ich mich viell. mit Toxoplasmose angesteckt haben könnte und wie Sie das Risiko in meinem Fall einschätzen würden. Vielen Dank für Ihre Mühe Freundliche Grüsse Denise
Liebe Denise, 1. eine schwangere Frau sollte nicht meinen, sie müsste sich mit Bekanntwerden der Schwangerschaft komplett von der Außenwelt abkapseln, für die kommenden neun Monate nur noch NASA-Astronautenkost zu sich nehmen, um sich dann nur noch zur Geburt des Kindes rufen zu lassen, da ja da draußen eine Menge potentieller Gefahren vorhanden ist. Leider werden derartige Vorstellungen in zunehmendem Maße durch Veröffentlichungen in allen möglichen Medien und den selbsternannten Expertinnen mehr als geschürt. Und so erleben wir gerade in unserem Land eine - gelinde ausgedrückt -gewisse Form der Hysterie im Hinblick auf potentielle Infektionsquellen in der Umwelt. 2. das mögliche, geringe Restrisiko aus der von Ihnen beschriebenen Situation lässt sich zahlenmäßig sicher nicht fassen. VB
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