Mitglied inaktiv
Hallo, meine Schwester ist schwanger. 9 SSW + 6 Tage. Bei ihr wurde eine erhöhte Anzahl Antikörper Toxoplasmose festgestellt. Die Antikörper fallen ab, so das gesagt wird, sie hat die Toxoplasmose gerade erst gehabt hat. Vom Labor wird festgestellt, das die akute Toxoplasmose mit hoher Warscheinlichkeit vor 3-6 Monaten war, also noch vor der Schwangerschaft. Sie wird mit Tabletten vorsichtshalber behandelt. Nun meine Frage: - Kann man sagen, wie lange es dauert, bis die Toxoplasmose das Kind erreicht hat. Ein Arzt sagt, sie soll sofort abtreiben, die andere Ärztin sagt, da die Tabletteneinnahme ziemlich rasch ,8 SSW, begann, ist kein Risiko mehr fürs Kind vorhanden. Der anderer Arzt sagt, sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, so schnell erreicht die Toxoplasmose ihr kind nicht. - KÖnnen Sie dazu näheres sagen. Ich möchte keinen Rat, was sie tun soll, ob Abtreibung oder behalten aber die Beratung bis jetzt ist gleich null. Sie wurde zu einer Schwangerenintensivberatung geschickt, da fiel das Wort Toxoplasmose so gut wie gar nicht. Die machten nur Ultraschall und meinten, es ist alles OK aber auf Fragen von ihr und von mir wurde weiter gar nicht eingegangen. Vielen Dank für ihre Mühe. Ann-Kristin
liebe Ann-Kathrin, das klingt ja ganz danach, als wenn hier auf Verdacht eine Maßnahme ergriffen wird. Entweder, es liegt eine aktuelle Infektion vor, dann müssen alle Maßnahmen mit allen dazugehörigen Konsequenzen ergriffen werden. DAzu gehört eine antibiotische Behandlung nach einem bestimmten Schema und eine Ultraschallüberwachung des Kindes durch einen Spezialisten. Wenn keine akute Infektion vorliegt, muss nichts gemacht werden. Dazwischen gibt es eigentlich keine Situation, die da lautet, wir behandeln mal zur Vorsicht "ein bißchen". Man sagt, dass je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto wahrscheinlicher wird eine Infektion des Kindes, aber desto harmloser sind ihre Folgen: Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung des Kindes im zweiten Drittel ca. 30% im dritten Drittel ca. 70% Wahrscheinlichkeit, dass die Ansteckung schwere Folgen hinterlässt im zweiten Drittel ca.20% im dritten Drittel ca.1% Bei Erstinfektion in der Schwangerschaft liegt die Infektionsrate des Kindes bei ca. 50%, hängt aber auch vom Zeitpunkt der Infektion ab. Dabei kann es neben Entzündungen der Leber und des Herzens zur Entzündung des Gehirns kommen. Über das Blut und das Fruchtwasser kann man untersuchen, ob eine frische oder alte Infektion vorliegt oder ob ein Schutz vor Wiederholungsinfektion gegeben ist. Aus diesem Grund ist es sicher ratsam, sich hier noch einmal vor Ort an kompetenter Stelle beraten zu lassen. VB
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