Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Bluni, ich möchte mein 2.Kind gerne in einem Geburtshaus zur Welt bringen, habe allerdings Streptokokken B, wie schon zuvor bei meiner 1.SS bzw. Entbindung. Damals bekam ich Antibiotika während der Wehen, was soweit ich weiss die gängige Praxis ist. Nun wären meine Fragen. 1. im Geburtshaus gibt´s ja vermutlich diese Antibiotika Behandlung während der Geburt nicht. Wäre aus diesem Grund vom Geburtshaus abzuraten? 2. Stimmt es das das Antibiotikum spätestens 4 Std. vor der Geburt des Kindes "drin"(in mir) sein muss, damit es wirkt? Was ist dann wenn die Geburt schneller geht ? Gibt es andere Möglichkeiten das Risiko für das Kind vor oder nach der Entbindung zu minimieren? Herzlichen Dank im voraus für Ihre Antwort! LG Katja Bohn
Liebe Katja, 1. ja, die Richtlinien sehen diese Therapie unter der Geburt vor, um eine Infektion des Kindes zu verhindern oder das Risiko dafür zu minimieren. Wenn dieses im Geburtshaus nicht möglich ist, dann wäre auch dieses ein Grund, in eine Klinik zu gehen. 2. das Antibiotikum wird unter der Geburt gegeben. Das heißt mit Wehenbeginn, was meist ausreicht,weil es ja beim Kind ankommt. 3. gegen eine ambulante Entbindung, z.B. in einem Geburtshaus, ist ansonsten erst mal nichts einzuwenden, sofern medizinisch seitens der Schwangerschaft oder der Vorgeschichte der Schwangeren nichts dagegen spricht. Es ist allerdings auch nach aktueller deutscher Rechtssprechung des Bundesgerichtshofes die Aufgabe und Pflicht der Frauenärztin/Frauenarzt , die Frau eingehend darauf hinzuweisen, dass bei etwaigen Komplikationen, das Risiko sowohl für das Kind als auch für die Mutter höher sind, als in einer Geburtsklinik. Dieses ist dann auch zu dokumentieren. Deshalb sollte auch die Hebamme sehr gewissenhaft die Frauen aussuchen, um das Risiko für Mutter und Kind zu minimieren. Das klappt sicher auch in den meisten Fällen, aber leider hören wir (und nicht die Frauen oder die Presse) von Fällen und Verläufen, die so sicher nicht wünschenswert sind, gerade deshalb, weil eben unter anderem auch nicht wie in der Klinik innerhalb weniger Minuten (15-20) ein komplettes Team für eine Notsituation da ist, oder auch kurzfristiger der diensthabende Arzt/Ärztin. Wichtig ist in dem Zusammenhang das offene und wertfreie, aber dennoch objektive Gespräch mit den Eltern. Dieses sollte auch auf die möglichen Risiken, soweit es geht, eingehen Es sollte aber meines Erachtens die mittlerweile überwiegend positive und unkritische Berichterstattung zur Geburt im Geburtshaus oder Hausgeburt, die die "technisierte Entbindung unter der sterilen Klinikatmosphäre" als zunehmend überholt darstellt, ersetzt werden durch eine objektivere Form der Darstellung. Es darf nicht vergessen werden, dass erstens das Klientel der so genannten Geburtshäuser vorselektiert ist, da Risikofrauen in die Klinik geschickt werden und somit die Ergebnisse zwangsläufig gut ausfallen müssen. Darüber hinaus sollte man bedenken, dass bekanntermaßen in einigen Fällen die Sorgfaltspflicht zumindest zu denken gibt. VB
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