Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Stillen - Mönchspfeffer

Frage: Stillen - Mönchspfeffer

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Hallo Herr Dr. Bluni, Sie haben mir schon einige Fragen sehr gut beantwortet, vielen Dank. Ich habe einen unregelmäßigen Zyklus, da ich noch stille (mein Sohn ist 21 Monate). Ich nehme nun Mönchspfeffer, das hilft bei mir sehr gut. Bin so schwanger geworden, beim positiven Test habe ich das Mönchspfeffer sofort abgesetzt. In der 7. SSW dann Fehlgeburt mit Ausschabung. Meine Frage: Kann es sein, dass ich durch das Mönchspfeffer den Prolaktinwert so senke, dass ich schwanger werde - und dass er nach dem Absetzen so ansteigt, dass es zur Fehlgeburt kommt? Ich möchte einfach nichts falsch machen, da wir uns sehr ein zweites Kind wünschen. Vielen Dank! Britta


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Britta, nein, dieses ist nicht denkbar. Für eine Fehlgeburt ist der Prolaktinwert auch nicht verantwortlich. Im Übrigen gibt es für die unbedenkliche Einnahme von Mönchspfeffer in der STillzeit keine Daten. VB


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Hallo, tut mir leid mit Deiner FG - hat aber bestimmt nichts mit Deinem Prolaktinspiegel zu tun. Bei "Langzeitstillenden" ist der Basiswert vom Prolaktin NICHT höher als bei nicht stillenden Müttern. Lediglich während des Stillvorgang selbst gibt es mal kurz eine "Prolaktinspitze" zur Milchbildung. Bei schlecht ernährten, stark untergewichtigen, stillenden Frauen, z.B. in der 3. Welt, ist der Prolaktinspiegel oft über Jahre erhöht, was eine erneute SS recht sicher verhindert. Wird eine wohlgenährte, gesunde Frau (wie Du - nehme ich an ;-)) während der Stillzeit ss, ist das FG-Risiko durchs Stillen NICHT erhöht. Ein erhöhter Prolaktinwert kann die Eireifung stören und wahrscheinlich auch den Schleimhautaufbau. Beides scheint bei Dir nicht der Fall zu sein, da Du ja ss geworden bist. Im Zweifelsfall kannst Du ja Deinen Prolaktinbasiswert mal überprüfen lassen - bestimmt ist der normal "unten" (wäre mit knapp 2-jährigem Stillkind wie gesagt auch normal!), und damit sicher nicht die Ursache für Deine FG (auch wenn Du mehrmals am Tag stillst). Ich wünsch Dir viel Glück, dass die nächste SS glücklich verläuft! LG, Jule


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Danke, Jule. Das wusste ich nicht, dass es bei Langzeitstillenden anders ist. Mir wurde mal gesagt, es mache keinen Sinn, den Prolaktinwert überprüfen zu lassen, weil der sowieso durch das Stillen erhöht sei. Abstillen kommt jedenfalls kaum in Frage, da hätte mein Sohn entschieden was dagegen :-) LG, Britta


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Ja, normalerweise geht der Basisspiegel um den 6. Lebensmonat herum wieder runter auf Normalmaß, wie gesagt, es sei denn, dass die Mutter mangel- oder stark fehlernährt ist. Ich wurde während meiner Stillzeit (auch knapp 2 Jahre) nicht ss, dachte auch schon, es liegt vielleicht doch am Stillen, da hab ich beim FA einen Hormonstatus machen lassen: Prolaktin völlig unten (habe noch 4-8 Mal pro Tag gestillt). Dass es mit dem KiWU nicht klappte, hatte eine völlig andere Ursache (die behoben werden konnte und jetzt bin ich wieder ss *g*) Möpf ist sicherlich nicht schädlich fürs Stillkind (ist nix bekannt), wenn es Dir damit besser ging, nimm es doch weiter. Ich hatte auch mal Möpf probiert, in meine Beipackzettel stand übrigens, dass man es während der SS nicht nehmen soll, aber auch nichts bekannt ist, dass es dem Ungeborenen schadet. Es gibt soooo viele Frauen, die stillenderweise ohne Probleme ss werden und bleiben, dass die FG bei Dir bestimmt nur ein trauriger Zufall war. LG, Jule


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