Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Bluni! Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen gestern. Möchte Sie dennoch nochmal "nerven": 1)Mein KIWU-Arzt sieht keine Möglichkeit mich von der Arbeit fernzuhalten. Ist es denn wirklich so unverständlich bei der Vorgeschichte (3. u. letzte ICSI)?! Ich habe wirklich einen extrem streßigen Job im Krankenhaus und ich weiß daß sich daran nichts ändern wird auch nicht wenn ich sage, daß ich schwanger bin. Von der Infektionsgefahr und den mobbenden Kollegen mal ganz zu schweigen. Ich verstehe die Welt nicht mehr!! Bin doch auch eine Risikoschwangere wegen der ICSI und ganz jung nun auch nicht mehr (37 Jahre)! Ich verstehe es wirklich nicht, andere gehen wegen Rückenschmerzen zum Arzt und sind monatelang krankgeschrieben oder machen eine Kur und bei sehnlichstem KIWU, für den ich eine Menge auf mich genommen habe (gesundheitlich und finanziell und beruflich)soll alles dann so schwer sein?! Haben sie noch einen Rat für mich, ich könnte echt nur noch heulen! 2) Ich lese hier immer wieder von Frauen, die in der Schwangerschaft Magnesium einnehmen. Aus welchem Grund wird es eingesetzt? 3)Ich hatte Ihnen von meinem "Arztpraxis-Bluthochdruck" geschrieben, der zu Hause immer völlig o.k. ist. Sie haben mir geraten dann vorher zu Hause zu messen und den Wert dem Arzt mitzuteilen. Kann ich also davon ausgehen, dass diese kurzzeitige Erhöhung in der Arztpraxis (wie peinlich!)für das Ungeborene nicht schädlich ist? Nochmals vielen Dank! Schneckchen
Hallo, 1. die erste Frage hatte ihnen ja schon ausführlich beantwortet. Da hat auch jeder Arzt klare juristische Vorgaben, an die er/sie sich halten muss. In dieser Frage wird sicher unsere Rechtsanwältin bei Rund-ums-baby.de, Frau Nicola Bader, weiterhelfen können. Hierzu bitte mal auf den link http://www.rund-ums-baby.de/recht/mebboard.php3?forum=115 klicken. 2.neueste ernährungswissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Magnesiumversorgung in Deutschland unzureichend ist. In einer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung 1995 publizierten Studie erwies sich jede fünfte Frau zwischen 18 und 24 Jahren als Magnesium-therapiepflichtig/substitutionspflichtig. Untersuchungen bei Frauen vor der Geburt zeigten, dass die Magnesium-Serum-Konzentrationen nur in Einzelfällen im Normbereich waren. In der Schwangerschaft ist der Magnesiumbedarf erhöht, da beim Feten und der Mutter neue Gewebe aufgebaut werden. Bei den meisten Schwangeren reicht das mit der Nahrung aufgenommene Magnesium zur Deckung des Bedarfs nicht aus. Parallel zum Serummagnesiumspiegel sinkt in der Schwangerschaft auch der Magnesiumgehalt in der Gebärmuttermuskulatur. In Form von Wadenkrämpfen treten meistens in der zweiten Schwangerschaftshälfte die ersten Magnesiummangelerscheinungen auf. Als Zeichen für allgemeine muskuläre Übererregbarkeit, die auch die Gebärmuttermuskulatur erfasst, kann dies zu vorzeitigen Wehen führen. Das Risiko für eine Fehlgeburt oder einer Frühgeburt erhöht sich bei Magnesiummangel erheblich. Auch Herzrasen, Abgeschlagenheit und Übelkeit mit Erbrechen werden als Magnesiummangelsymptome gewertet. In klinischen Studien wurde die Wirksamkeit von Magnesium in der Behandlung von Wadenkrämpfen immer wieder dokumentiert. Hierbei erwies sich eine Dosierung von 15 mmol oder 300 mg pro Tag als wirksam und sicher. Sehr wichtig zu erwähnen ist, dass sich in Studien bestätigt hat, dass die Einnahme von Magnesium eine prophylaktische Wirkung hat gegenüber einer Präeklampsie („Gestose“) hat. Die Dosis kann meist ohne Bedenken gesteigert werden. Einzige Nebenwirkung wäre dann bei zu hoher Dosis Durchfall. Die manchmal noch vertretene Ansicht, Magnesium etwa ab der 37. SSW absetzen zu müssen, weil es vielleicht die Geburt verzögern würde, ist mittlerweile überholt. Auch, wenn wehenhemmende Maßnahmen etwa mit der 37. SSW abgesetzt werden sollten, kann bei entsprechenden Beschwerden (Wadenkrämpfen u.a.) das Magnesium bedenkenlos weiter fortgeführt werden, denn in der oralen Verabreichungsform wird das Magnesium kaum geburtsreife Wehen unterdrücken. 3. der so genannte "Weißkittel-Effekt" wirkt sich nicht auf das Kind aus. Wenn dieses bei Ihnen der Fall ist - was Ihre Frauenärztin/Frauenarzt beurteilen kann- dann wird sie/er Sie sicher beruhigen können. VB
Mitglied inaktiv
Danke!
Mitglied inaktiv
Hallo, ich kann dir was zu Magnesium erzählen. Magnesium ist kramplösend. Wird z.B bei Wadenkrämpen eingesetzt. Die gibts in der Schwngerschaft häufig und oft ein Zeichen von Magnesiummangel. Dann wird es noch bei vorzeitiger Wehentätigkeit eingesetzt, um die Wehen zu stoppen. War bei mir der Fall. Ich hoffe, ich habe dir ein wenig helfen können. Viel Glück für dei Schwangerschaft.