Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Bluni, a) ich bin jetzt in der 38. + 6 SSW und habe seit einigen Wochen Blut im Stuhl. Ich habe keine Verstopfung, sondern regelmäßigen weichen Stuhlgang. Muss ich mir Sorgen machen? b)Zudem habe ich Wassereinlagerungen, die mir echt Schmerzen bereiten. Ich schlafe nachts 3-4 Stunden und muss dann wegen der Schmerzen aufstehen. Meine Füsse, Hände, irgendwie der ganze Körper ist fest und geschwollen. Das kann doch nicht gesund sein?! c)Trotz regelmäßiger Vorsorge (nun 1 x wöchentlich) wurde bei den letzten 3 Untersuchungen nicht einmal nach unserem Zwerg, bzw. Fruchtwasser per Ultraschall geguckt. Sind die Herztöne auf dem CTG o.k., kann ich nächste Woche wieder kommen. Mein FA ist der Meinung, dass das ganz normale Begleiterscheinungen sind, gegen die man im Moment eh nichts machen kann. Muss ich das so hinnehmen? Für Ihre Rückäußerung wäre ich dankbar, zumindest etwas beruhigter. Einen lieben Gruss Eve
Liebe Eve, 1. sprechen Sie hier auf jeden FAll mit Ihrer Frauenärztin/Frauenarzt. Meist handelt es sich in der Schwangerschaft um blutende Hämorrhoiden. Inwiefern hier für Ihren persönlichen Einzelfall andere Dinge für die Beschwerden ursächlich sind, kann sicher Ihre behandelnde Frauenärztin/Frauenarzt im Rahmen einer Untersuchung klären. 2. es wird angenommen, dass die Ödeme Ausdruck einer gestörten Nierenfunktion sind, in deren Folge es zur Ansammlung von Natrium kommt und somit zur Wassereinlagerung im Gewebe außerhalb der Zellen, was dann zur Gewichtszunahme führt. Wenn kein Bluthochdruck oder eine Eiweißausscheidung vorliegen, dann stellen die alleinigen Ödeme keinen Risikofaktor dar. Wechselduschen und Schwimmen sind hilfreich, da durch den hydrostatischen Druck des Wassers die Ödeme zurückgedrängt werden können. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass eine gute, ausgewogene Ernährung mit eiweißreicher, kalorienreicher und keineswegs salzarmer Kost, einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft hat und das Auftreten einer so genannten Gestose in vielen Fällen zu verhindern oder zu lindern hilft. Selbst bei schon bestehenden Beschwerden, vor allem Ödemen, können diese erheblich gemindert werden. Nicht unerwähnt bleiben, sollten Möglichkeiten der Akupunktur, mit der Ödeme auch behandelt werden können. 3. sofern keine medizinische Begründung vorliegt, wird neben den drei Pflichtuntersuchungen im Ultraschall kein zusätzliche Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. VB