Kullermummy
Hallo, ich brauche mal eben eine objektive Meinung, da ich mir keine mehr bilden kann. Ich bin ungeplant schwanger, lebe in einer Patchworkfamilie mit zwei Kindern meinerseits aus früherer Ehe. Mein Partner brachte einen Sohn mit, der jedoch an nur vier Tagen im Monat bei uns ist. Es kam bereits zu Gesprächen, dass man sich irgendwann noch einmal ein Kind vorstellen könnte. Gerade läuft die Beziehung alles andere als harmonisch. Durch die Bekanntgabe der Schwangerschaft meinerseits wurde das nicht besser. Mein Partner lehnt die Schwangerschaft strickt ab. Sagt mir klar und verständlich, dass ich, sollte ich mich dafür entscheiden, meinen Weg künftig alleine gehen werde. Er ist mittlerweile so weit, dass wir beide ein Schriftstück unterschreiben würden, in dem ich mich damit einverstanden erkläre, dass er mit diesem Kind nichts zu tun haben wolle und ich keinerlei finanzielle Unterstützung von ihm in Anspruch nehmen werde. Das erschüttert gerade mein Weltbild zutiefst. Sowohl zu ihm als Menschen wie auch zu unserer Beziehung. Für ihn habe diese Entscheidung nichts mit uns zu tun. Sie sei lediglich eine Entscheidung zweier Individuen für ihr zukünftiges Leben und er habe seine getroffen. Prinzipiell gibt es gerade bessere Umstände ein Kind zu bekommen. Schlimmsten Falls Alleinerziehend. Wird man den beiden anderen gerecht? Finanzen etc. Andererseits habe ich Angst, dass ich im Nachhinein mit einem Abbruch nicht zurecht komme. Ich tendiere stündlich zu jeweils einer der Seiten und bin mehr als verwirrt. Wie geht man am besten damit um? Danke schon einmal. Deine Schwangerschaftswoche: 5
Guten Tag, ich finde es gut, dass Sie Rat suchen. Erst einmal scheinen Sie Ihre Situation gut zu überblicken und ich finde Ihre Gedanken und Reaktionen absolut nachvollziehbar. Eine ungeplante Schwangerschaft stellt oft erst einmal die ganze Welt – die eigene und die des Partners, Pläne und Zukunftsvisionen – auf den Kopf. Die erste Reaktion Ihres Partners ist Ihnen gegenüber recht unempathisch, er ist ja nicht ganz unbeteiligt. Dennoch kann man ihn nicht dazu zwingen, bei Ihnen zu bleiben oder ein teilhabender Vater zu sein. Wenn Ihre Beziehung sowieso schon stark belastet ist, ist es fraglich, ob sie diesen Konflikt überhaupt übersteht, ganz egal wie Sie entscheiden. Wenn Sie einen Abbruch durchführen lassen, weil Sie sich dazu von Ihrem Partner gedrängt fühlen, kann das Ihren Blick auf Ihn und die Partnerschaft nachhaltig prägen. Daher müssen Sie letztendlich für sich entscheiden, was Sie wollen. Sie sind im Moment noch ganz frisch schwanger und wissen auch noch nicht, wie sich die Schwangerschaft weiterentwickelt. Sie müssen die Entscheidung aktuell nicht überstürzen. Nehmen Sie sich evtl. 2 Wochen Zeit, um die möglichen Szenarien durchzuspielen, sich Rat bei Freunden und Familie oder zum Beispiel Beratungsstellen zu holen etc. Einen Schwangerschaftsabbruch können Sie in Deutschland nach der Beratungsregelung bis zur 12. SSW p.c. / 14. SSW p.m. durchführen lassen. Ich rate Ihnen dringend davon ab, irgendein Schriftstück zu unterschreiben, in dem Sie auf etwaige Ansprüche verzichten. Mal abgesehen von der Frage, ob das überhaupt rechtlich bindend ist, kann Ihr Partner für sich vielleicht entscheiden, keine Vaterfigur zu sein, Anspruch auf Unterhaltszahlungen hätte Ihr Kind aber trotzdem. Ich wünsche Ihnen viel Kraft, etwas Zeit und ein unterstützendes Umfeld. Alles Gute, Annika Thies
AnaHata
Ich würde mir ganz dringend auch einen Termin bei einer Beratungsstelle (Sozialberatung aber auch rechtliche Beratung) ausmachen. Du bist nicht alleine. Auch ich finde seine Reaktion und sein Verhalten sehr unempathisch, in Anbetracht der vulnerablen Situation in der man sich als Frau in einer Schwangerschaft ohnehin befindet. Wenn er keine Kinder mehr will, hätte er sich sterilisieren lassen können. Ist ja nicht so, dass du dich selbst geschwängert hast. Ich wünsch dir ganz viel Kraft. Mach nur das, was sich für dich richtig anfühlt. Für den Rest werden sich Lösungen finden lassen. Nimm dir die Zeit zu überlegen, was DU willst. Ohne dich von ihm unter Druck setzen zu lassen.
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