Mitglied inaktiv
Ich bin vor 3 Jahren am darm operiert worden und es ist Morbus Crohn festgestellt wurden. Nun habe ich vor einer Woche einen positiven Schwangerschaftstest gemacht. Ich war gestern bei miener Frauenärtzin und laut ihrer Berechnung bin ich 4+4. Leider war außer einer Zyste in der Gebärmutter nichts zu sehen. Sie sagte mir das nach 3 Jahren eigentlich keine Verletzung der Eileiter mehr sein dürften denn das hätte man schon eher gemerkt. Sie wies mich trotzdem auf eine Eileiterschwangerschaft hin. Sie sagte das wäre Ihre Pflicht. Ich habe eine richtig harten Blähbauch ansonsten keine weiteren schwangerschaftsanzeichen. Ihr Test in der Praxis war übrigens auch positiv. Ich muss jetzt noch eine Woche überstehen bis ich mehr wissen werde. Gibt es anzeichen die eine Eileiterschwangerschaft ausschließen? Ich habe ein ziehen im unterleib mal links mal rechts und leichte schmerzen wie bei der Mens. Vielen Dank Brigitta
liebe Brigitta, die Situation, dass in den heutigen Tagen die Teste immer früher durchgeführt werden und diese dann auch schon früh anschlagen, bringt häufig mehr Verwirrung, Unsicherheit und zusätzliche Diagnostik mit sich, als einem lieb sein kann. Wenn die Schwangerschaft noch sehr jung ist, kann es sein, dass der Test gerade postitiv ist und man selbst mit einem hochauflösenden Ultraschallgerät nur eine hoch aufgebaute Schleimhaut, aber noch ohne Fruchtsack sieht. Hier sind dann gegebenenfalls kurzfristige Kontrollen mit dem Ultraschall und eventuell des Verlaufes des Schwangerschaftshormons HCG notwendig, um zu sehen, ob diese Schwangerschaft auch so angelegt ist, wie es sein sollte. Und dann kann es schon mal 7-14 Tage dauern, dass man absolut sicher ist. Sofern eindeutig eine Schwangerschaft vorliegt was bei positivem Schwangerschaftstest anzunehmen ist, man in der Gebärmutter aber nichts sieht, ist natürlich immer auch eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter auszuschließen; z.B. eine Eileiterschwangerschaft. Jedoch bedarf es hierfür noch weiterer, klinischer Befunde, ehe man den Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft ausspricht. Als da wären: Verlauf des Hormons HCG, Schmierblutungen, freie Flüssigkeit im Bauch, Schmerzen. Darüber sollte man mit der Schwangeren offen sprechen. Es ist richtig: Eine Eileiterschwangerschaft kann, wenn sie nicht zeitig genug erkannt wird und bei der der Eileiter platzt, zu einer starken Blutung führen und deshalb kommt der rechtzeitigen Erkennung eine große Bedeutung bei. Aber: die Diagnose einer Eileiterschwangerschaft zu einem noch frühen Zeitpunkt erfordert sicher sehr viel klinische Erfahrung und ist nicht immer ganz einfach. Zum jeweiligen, individuellen Befund kann aber sicher nur der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin vor Ort etwas sagen. Wenn die Frau zwischenzeitlich Schmerzen oder Blutungen bekommt, sollte sie sicher kurzfristig einen Frauenarzt aufsuchen. VB