Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Bluni, vor 4 Wochen hatte ich (leider) eine sekundäre Sectio. 1. Das Geburtsgewicht meines Kindes betrug 4260 gr. (Nebenbei: ich bin eher klein und zierlich gebaut). Mittlerweile wiegt der Kleine schon fast 5400 gr. und möchte am liebsten den ganzen Tag herumgetragen werden. Aber wie schwer darf man nach einer sectio denn heben, ohne dass dies der Wundheilung schadet? 2. Wie lange sollte man sich nach einem KS "schonen", also keine schweren Hausarbeiten etc. verrichten? 3. Woran merkt man, dass es durch die sectio zu Verwachsungen im Narbenbereich gekommen ist? 4. Haben Sie sonst noch Tipps zum Verhalten nach einer sectio? Herzlichen Dank für Ihre Antworten! Karin
Liebe Karin, 1. hier gibt es keine Obergrenze und das Tragen des Kindes hat erfahrungsgemäß keine Auswirkungen. 2. Sie können direkt Ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen, wenn der Zustand es erlaubt und hier ist die EMpfehlung, es langsam anzugehen und anfangs schwere Tätigkeiten zu meiden. 3. das merken Sie nicht 4. der Tipp ist, dass Sie sich am besten mit Ihrer Hebamme, die auch die Nachsorge macht, abstimmen. VB
Mitglied inaktiv
Hallo, ich hatte schon zwei (ungewollte) Kaiserschnitte und wollte Dir ein bissel aus der Erfahrung sagen. Du darfst Dein Baby natürlich hochheben. Die inneren Wunden sind alle fest vernäht (7 verschiedene Gewebeschichten wurden eröffnet und wieder zusammengenäht), das Gewicht des Baby ist kein Problem. Meine Kinder haben beide knapp 4000 g bei der Geburt gewogen und ebenfalls rasch zugenommen. Du solltest allerdings beachten, was für jede Wöchnerin gilt: Die ersten acht Wochen nur leichte Hausarbeit, keine schweren Wäschekörbe, Getränkekästen, Möbel etc. schleppen UND vor allem auch nicht Dein Baby im Maxi Cosy tragen, denn das Gesamtgewicht ist hier schnell viel zu hoch. Du brauchst Dir ansonsten um die Wundheilung keine Sorgen zu machen. Ich selbst spüre von meinen Kaiserschnitten rein gar nichts mehr. Verwachsungen sind sowieso eher die Ausnahme (und oft eine reine Verlegenheitsdiagnose bei unklaren Bauchbeschwerden, die auch psychisch bedingt sein können). Geh davon aus, dass Du keine Probleme damit haben wirst, dann schaffst Du die besten Voraussetzungen dafür, dass es auch so sein wird. Ich muss gestehen, dass ich gelegentlich auch als Wöchnerin den Maxi Cosy samt Baby geschleppt habe, es ließ sich hier und da nicht vermeiden. Trotzdem hatte dies keinerlei negative Auswirkungen. Man braucht sich also nicht verrückt zu machen, wenn man mal etwas Ungünstiges gemacht hat. Wichtig ist, dass man sich generell die ersten acht Wochen deutlich weniger zumutet als sonst. Grüßle, Hexe
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