Mitglied inaktiv
Hallo Doc Bluni, ich bin im mom in der 28. SSW und leide seit ein paar Tagen an Schmerzen im Beckenbereich. Die sind schwer zu beschreiben, eigentlich tun mir nur die Knochen weh, also nicht das Gewebe drum rum. Mir kommt es so vor als würde mein Kind die ganze Zeit mit seinem Kopf gegen das Schambein drücken (habe aber nicht das Gefühl als hätte ich den sogenannten Druck nach unten des Köpfchens). Hängt das einfach nur mit der Lockerung des Gewebes zusammen oder sollte ich doch besser einen Arzt aufsuchen. Am Telefon bei meinem Arzt sagte man mir, so lang eich keinen Druck nach unten bzw Wehen verspüre soll ich mich nicht verrückt machen. Es ist aber meine 1. SS und ich weiß nicht wirklich wie sich Wehen anfühlen. Vielen dank schonmal und LG Mareike
liebe Mareike, 1. was Symptomen/Beschwerden in Ihrer persoenlichen Situation klinisch zu Grunde liegt, wird immer am besten Ihr Frauenarzt/Frauenärztin / Facharzt vor Ort beurteilen können. 2.Beschwerden in den Gelenken/im knöchernen Beckenbereich (der Ausschluss anderer Ursachen vorausgesetzt !)sind in in der Schwangerschaft häufig durch die Auflockerung des gesamten Bandapparates bedingt, die wiederum Folge der hormonellen Veränderungen in d. Schwangerschaft sind. Und hiervon können neben der Wirbelsäule, der Schambein (Symphyse) auch die Gelenke des Beckens betroffen sein. Selten können es auch mal Entzündungen, z.B. im Ileo-Sakral-Gelenk sein. In Absprache mit dem Arzt u. evt. einem Orthopäden kann hier über Maßnahmen wie Wärmebehandlung, Krankengymnastik und Schwimmen zur Stärkung und Entspannung der Muskulatur gesprochen werden. In einigen Fällen muss man gar auch mal ein Schmerzmittel dazugeben. Wie gesagt, kann es nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch später im Wochenbett durch hormonelle Einflüsse zu einer verstärkten Beweglichkeit - in gewissen Grenzen - in den Ileosakralgelenken (Gelenke zwischen Darmbein und Kreuzbein) und den beiden Schambeinästen kommen. Diese Lockerung des Beckenringes kann den Abstand zwischen der Hinterkante des Schambeines und der Oberkante des Kreuzbeines um bis zu 1 cm vergrößern. Das Steißbein kann unter Geburt zusätzlich um ca. 2 cm nach hinten ausweichen. Dieses hinterlässt normalerweise keine Folgen. Falls die Schmerzen in schwacher Form weiterbestehen würden, kann man entsprechende Maßnahmen (Physiotherapie, Manuelle Therapie) ergreifen. Für eine Folgeschwangerschaft sind keine besonderen Maßnahmen zu ergreifen. VB