Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr.Bluni, ich habe gleich mehrere Fragen an Sie ich bin jetzt in der 36SSW mein Hp wert (Eisenwerte) liegt bei 6,7 meine Ärtztin meinte sie sind so inordnung und brauch keine Eisentabletten mehr einnehmen, wie hoch muß der Eisengehalt sein. 2Frage Ich habe manchmal auf mein Bauch so ein schmerzentes drücken mal links mal rechts wie ein Stich von einer Nadel oder so was könnte das eventuell sein. 3Frage ist es normal das der Bauch immer soviel kluckert er kluckert auch viel im Unterleib manchmal wie so ein paar kleine Bläschen ich habe auch viel Blähungen macht das dem Baby was aus. Ich liege auch sehr viel mit den Knien auf dem Fußboden und hänge mein Hintern raus damit die Luft abgeht ist das für das Baby schädlich. 4Frage die mir sehr wichtig ist, Ich hatte am Donnerstag,Freitag und am Samstag Durchfall am Freitag war es extrem da war ich 6mal auf dem WC,daher meine Frage an Sie hat das auswirkung auf mein Baby da ja viel Flüssigkeit verloren geht,habe deshalb auch sehr viel Flüssigkeit zu mir genommen, hat das auswirkung auf das Fruchtwasser.
liebe Melissa, zunächst würde ich Sie bitten, die Anzahl der Fragen, die auf einmal gestellt werden, entweder zu begrenzen oder die Fragen jeweils einzeln ins Forum zu stellen. Dehalb hier meine Antwort auf Ihre ersten beiden Fragen: 1.in der Schwangerschaft steht durch Ernährungsdefizite eine Eisenmangelanämie im Vordergrund, die sich nach der Geburt durch größere Blutverluste und auch fehlende Prävention und Therapie dieser Blutverluste bei Geburt verstärken kann. Die WHO definiert eine Anämie beim Vorliegen eines Hämoglobinwertes unter 11 g/dl in der Schwangerschaft und unter 10 g/dl in der Wochenbett-Periode. Es ist gesichert, dass niedrige Hämoglobinwerte in der Schwangerschaft und im Wochenbett - insbesondere Werte unter 9 g/dl -deutliche Negativauswirkungen auf den Schwangerschaftsverlauf und die kindliche Entwicklung haben. Als negative Auswirkungen einer Anämie stehen bei der Mutter gehäufte Infektionen und Frühgeburtlichkeit im Vordergrund. Beim Ungeborenen stehen die Wachstumsminderung mit Mangelentwicklung und Frühgeburtlichkeit im Vordergrund. Als Prophylaxe ist zunächst der Genuss eisenreicher Nahrung zu empfehlen: Der größte Eisenlieferant ist Fleisch, vor allem Rindfleisch. Das tierische Eisen ist für unseren Organismus besser zu verarbeiten als das pflanzliche. Darüber sollten reichlich Vollkornprodukte und dunkles Gemüse verzehrt werden. Kaffee und Tee hemmen die Eisenaufnahme; Vitamin C erleichtert sie. Wer also zum Essen Orangensaft trinkt oder in die Salatsoße etwas Zitronensaft gibt, verbessert damit seine Eisenbilanz. Bei Vorliegen einer Anämie ist in jedem Fall die Verabreichung eines Eisenpräparates zu empfehlen. Das Eisenpräparat kann bei Nebenwirkungen ausnahmsweise auch mal nicht auf nüchternen Magen und vielleicht am Abend eingenommen werden, da dann die Nebenwirkungen überschlafen werden. Ansonsten sollte es eben besser auf nüchternen Magen und morgens eingenommen werden. 2. kindliche Bewegungen mit Tritten und auch Stößen mit der Hand können an der Bauchdecke zu einem leichten Schmerz führen oder sie an diesen Stellen etwas empfindlicher machen. Inwiefern hier für Ihre persönliche Situation andere Dinge für die Beschwerden ursächlich sind, kann sicher Ihre behandelnde Frauenärztin/Frauenarzt im Rahmen einer Untersuchung klären. VB
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