Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Bluni, gestern wurde bei einem meiner Zwillinge (13.SSW) beim Doppler-US ein reverse flow im ductus venosus festgestellt. Die Ärztin sagte mir, ich müsse mir nicht allzuviele Sorgen machen, das würde sich sicherlich bis zur Kontrolle in 4 Wochen von alleine geben. Leider finde ich keine aussagekräftigen Informationen zu diesem Thema. Und ich mache mir natürlich doch Sorgen. Deshalb meine Frage, wie ernst würden Sie das beurteilen? Erledigt sich soetwas tatsächlich von allein? Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus, Katharina
liebe Katharina, der Ductus venosus ist Teil des fetalen Blutkreislaufes. Das in der Plazenta mit Sauerstoff angereicherte Blut tritt durch die Nabelvene ein u. fließt zur Leber, z.T. durch den Ductus venosus an der Leber vorbei in die untere Hohlvene (mischt sich mit venösem Blut der unteren Körperhälfte) u. gelangt über den rechten u. linken Vorhof u. Ventrikel in den großen Kreislauf. Es ist also eine Art Umgehungskreislauf. Ein zu diesem Schwangerschaftszeitpunkt auftretender reverse flow (rückwärts gerichteter Blutfluss) kann schon mal ein Hinweis auf eine genetische Veränderung sein. Dieses wäre aber sicher mit einer entsprechenden Abteilung für Pränataldiagnostik vor Ort zu besprechen, was man aus diesem Befund nun macht. VB