Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Bluni, habe mal eine Frage bezgl. Progesteron. Nach dem Eisprung habe ich immer Brustsschmerzen durch das Progesteron. Allerdings halten diese Schmerzen/Empfindlichkeit nur ca. 1 Woche an und dauern nie bis zur Regel. Könnte dies ein Zeichen für eine Gelbkörperschwäche sein, oder könnte es auch sein, daß der Körper sich dann an den Progesteronspiegel gewöhnt hat, und es daher nicht mehr wehtut? Vor meiner ersten Schwangerschaft ist der Progesteronwert untersucht worden, es lag keine Gelbkörperschwäche vor. Könnte sich dies verändert haben, oder ist das eher unwahrscheinlich? Die Regel setzt, unabhängig vom Brustschmerz, ca. 2 Wochen nach dem Eisprung ein. Lieber Gruß Silvia
liebe Silvia, Beschwerden in der Brust sollten selbstverständlich immer ernst genommen werden und es sollte versucht werden, der Ursache nachzugehen. Hierbei ist es aber neben dem Gespräch über die Beschwerden/den Tastbefund auch ratsam, zu beruhigen, sofern kein dringender Verdacht auf etwas Besorgniserregendes besteht. Sofern organische Ursachen seitens der Brust, hormonelle Störungen der Hirnanhangsdrüse/Schilddrüse und eine Schwangerschaft vom Frauenarzt oder Frauenärztin vor Ort ausgeschlossen wurden, sind bei zyklusabhängigen Brustbeschwerden häufig hormonelle Schwankungen, die man nicht unbedingt nachweisen kann, die Ursache für schmerzhafte Veränderungen. Auch kommen Beschwerden aus dem Bereich der Wirbelsäule in Frage, die Beschwerden in der Brust verursachen können. Dann sind diese aber meist nicht zyklusabhängig. Auch können diese Beschwerden im Rahmen des prämenstruellen Syndroms (PMS)auftreten. Besonders wichtig ist, es darüber aufzuklären, dass ein bösartiger Befund in der Brust eben meist keine Schmerzen verursacht, was eine Früherkennung auch und gerade bei Beschwerdefreiheit umso sinnvoller erscheinen lässt. Das prämenstruelle Syndrom (PMS) wird definiert als regelmäßig in der zweiten Zyklushälfte (Lutealphase) auftretende, ausgeprägte körperliche und psychische Beschwerden. Bei zyklusabhängigen Brustbeschwerden kann ein Versuch mit der Gabe von Mönchspfeffer, einem Gelkörperhormon oder eines Gelbkörperhormons in Form eines Gels gestartet werden. Bitte sprechen Sie sich aus diesem Grund zum weiteren Vorgehen mit Ihrem behandelnden Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin ab. VB