Mitglied inaktiv
ich kann einfach nicht aufhören der letzten ss nachzujammern. unsere kleine ist nun fast 4 wochen alt, ich werde schrecklich wehmütig, wenn ich schwangere sehe und jammere meinen mann die ohren voll, dass ich noch ein 3. kind möchte. für ihn ist das thema erledigt, das sagt er mir auch dann, und ich fange an zu heulen. der gedanke nie wieder schwanger zu sein und keine geburt mehr zu erleben, macht mich fertig. meine cousine ist in der 17. ssw und ich bin neidisch. ich erkenne mich ja selbst kaum, es ist furchtbar, dieser ki-wunsch macht mich einfach fertig, ich muss immer daran denken, wie schön alles war, die ss, die geburt und jammere dem nach...ist das schon eine nachgeburtliche depression? was soll ich tun? ich schäme mich, mit jemandem darüber zu sprechen. ich weiss selber , dass ich dankbar sein soll, dass ich 2 gesunde kinder habe, aber ich komme zur zeit einfach nicht dagegen an...
hallo, die Depression im Wochenbett muss vom „Baby Blues“ unterschieden werden. Dabei handelt es sich um eine vorübergehende, kurz andauernde psychische Störung mit einer milden depressiven Symptomatik, die durch Erschöpfung, Weinen, Traurigkeit, Stimmungslabilität, Ängstlichkeit und Irritierbarkeit gekennzeichnet ist. Der Baby Blues tritt mit einer Häufigkeit von etwa 50% zumeist zwischen dem 2. und dem 5. Tag nach der Geburt auf und dauert wenige Stunden bis zu wenigen Tagen. Als Risikofaktoren werden depressive Episoden in der Vorgeschichte, Stressbelastung in der Schwangerschaft, sozioökonomische Faktoren, geringe oder keine soziale Unterstützung, Unzufriedenheit mit der Partnerschaft, Ungewolltheit der Schwangerschaft, traumatische Erlebnisse in der eigenen Kindheit, traumatisches Erleben der Geburt und biologische Auslöser diskutiert. Das Mittel der Wahl bei einer postnatalen Depression ist die konsiliarische Betreuung durch einen Psychiater oder Pschotherapeuten. Neben einer eventuellen Gabe von Psychopharmaka haben sich die Verabreichung von Östrogenen in einer Übersichtsarbeit als wirksam gezeigt. Wichtig zu erwähnen bleibt auch die Erkenntnis, dass es infolge der postanatalen Depression zu einer gestörten Beziehung zwischen der Mutter und ihrem Kind kommen kann, was wiederum negative Auswirkungen auf die kognitive und emotionale Entwicklung des Kindes haben kann. VB
Mitglied inaktiv
Hallo Du! Deine Stimmung ist völlig in Ordnung, mir ging es genauso. Ich war nach der Geburt unseres Sohnes auch erstmal total fertig und traurig nicht mehr schwanger zu sein. Dazu kommt noch der Hormonumschwung, dass ist sehr viel im Moment für Deinen Körper. Ich kann Dir nur raten, entspanne Dich und tue Dinge die Dir Spass machen. Das schafft positive Gedanken und beschäftige Dich vorerst nicht mit dem Thema "Kinder" in der Zukunft. Versuch einfach, die Zeit mit deinem Baby zu geniessen. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Planungen für die Zukunft im Wochenbett gar nichts bringen und in ein paar Wochen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Wichtig ist auch, dass Du mit anderen darüber redest. Leider ist diese Wochenbett Depri ein echtes Tabuthema, obwohl sehr viele Frauen darunter leiden. Mein Hausarzt hat mir damals auch ein pflanzliches Mittel verschrieben : dysto-loges, ist etwas homöopathisches. Also Kopfhoch, es wird dir bald besser gehen. Vielleicht bist du dann auch froh, vorerst keinen dicken bauch zu haben. Ich hoffe, ich konnte Dir helfen. Lg