Vanessa.sie
Sehr geehrte Frau Dr. Thies. seit Wochen ist unklar, wo meine SS sitzt. Nun endlich nach über 5 Wochen und einer Ausschabung der Gebärmutter ist klar- kein embryonales Gewebe laut Pathologie zu finden. Die HCG Werte schwanken auch nach der Curretage weiter im Bereich von 210-270. gestern wurde mir gesagt, es kann sein, dass die SS im linken oder rechten Eileiter ist oder aber auch im Bauchfell. Ich hatte bereits vor 4 Jahren eine ESS (mit angehender Ruptur und Blut im Bauchraum). In der OP wurde auf Grund meines großen Kinderwunsches der EL erhalten. 6 Monate später wurde ich mit unserer Tochter schwanger. Gesund und 3 Jahre alt. nun soll ich MTX bekommen. Unsere ??? Im Kopf sind groß. Was macht das mit meinem Körper? Wie lange muss man warten, bis man wieder starten kann? Richtet es wirklich großen Schaden an? Die Ärzte im KH sagten man sollte 3 Monate warten und es hat keinen großen Einfluss auf unseren Kinderwunsch. Allerdings liest man ständig was anderes von 3-12 Monaten. Sorgen, Ängste und Gedanken kreisen. Der Wunsch nach einem 2. Kind unendlich groß. Was sagen Sie dazu ? Ich bedanke mich herzlich bei Ihnen. Viele Grüße Vanessa Sievers
Guten Tag, Die Situation, die Sie beschreiben, ist für die meisten Paare sehr quälend, da man zwischen den Untersuchungen und Laborkontrollen so lange im Unwissen darüber ist, wie es weiter geht. Solange der ß-HCG-Wert niedrig und/oder sogar fallend ist, es keinen Hinweis auf eine große EUG oder intraabdominelle Blutung gibt und es Ihnen körperlich gut geht, kann man sich guten Gewissens gegen eine Bauchspiegelung entscheiden. Das ist zunächst mal eine gute Nachricht. Ihnen stehen dann „konservatives Abwarten“ oder „MTX“ zur Option. In beiden Fällen sind regelmäßige Blut- und Ultraschalluntersuchungen notwendig, bei MTX gibt es ein standardisiertes Protokoll. Es gibt wenig Studiendaten, aber „abwarten“ und „MTX“ scheinen die gleichen guten Erfolgsraten zu haben. Beim „Abwarten“ kann es allerdings sein, dass man sich, falls das ß-HCG im Verlauf nicht weiter absinkt, schlussendlich doch für MTX entscheidet. Kurz zu dem Präparat: MTX ist ein Folsäureantagonist und greift in die Zellteilung ein. Momentan wachsen in Ihrem Körper die Zellen der EUG mit am Schnellsten und werden daher mehr oder weniger gezielt davon angegriffen. MTX wird bei dieser Diagnose niedrig dosiert und meist nur 1-2x gegeben, es ist somit deutlich niedriger dosiert als bei z.B. Chemopatienten. Die Nebenwirkungen sind daher auch deutlich geringer, es kann z.B. zu Übelkeit / gastrointestinalen Beschwerden, Blutbildveränderungen und selten Leber- oder Nierenschäden kommen. Eine Kontrolle der Leber- und Nierenwerte ist daher auch Teil des Protokolls. Die Patientinnen, die ich bislang mit MTX mitbetreut habe, haben das Medikament sehr gut vertragen. Wichtig ist für die Wirksamkeit, dass Sie parallel keine Folsäure mehr nehmen. Was die Wartezeit bis zur nächsten Schwangerschaft angeht: in der Literatur werden meist 6 Monate Wartezeit empfohlen, es gibt aber keine Hinweise darauf, dass bei einem früheren Schwangerschaftseintritt mit Komplikationen zu rechnen ist. 3 Monate halte ich daher auch für angemessen, wenn Sie sich denn wieder bereit fühlen. Alles Gute für Sie, Annika Thies
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