Mitglied inaktiv
Hallo, möchte gerne wissen, da diese Mutation bei mir festgestellt wurde, ob ich in der SS vermehrt Folsäure einnehmen muß oder reichen die 400 ? Eventuelle B-Vitamine ? Un dwie oft ist es sinnvoll den Homocystein-Spiegel kontrollieren zu lassen und reicht dies alles aus ? Un dwie ist das mit der Verhütung danach ? Was kommt für mich überhaupt noch in Frage ? Meine Ärztin konnte mir leider nichts genaues sagen !!! Ist es ausserdem normal in der SS vermehrt unter Kopfschmerzen zu leiden, wo ich so nie welche hatte und auch nicht in den vorangegangenen 3 ? Danke für Ihre Antworten Diana
hallo, 1.eine Mutation im MTHFR - Gen ( Methylentetrahydrofolat-Reduktase ) kommt in homozygoter Form bei rund 11 % der Bevölkerung vor und führt in der Regel zu einer Homocysteinämie (erhöhter Spiegel an Homocystein), die als Risikofaktor für venöse Thrombosen, Schlaganfälle und koronare Herzerkrankungen und gehäufte Fehlgeburten angesehen wird. Dieses muss bei der heterozygoten Form nicht der Fall sein; hier ist das Thrombose/Fehlgeburtsrisiko dann erhöht, wenn der Homocysteinspiegel erhöht ist. Im Zusammenhang mit einem erhöhten Homocysteinspiegel wird eine größere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Neuralrohrdefektes genannt. Frauen, die ein erhöhtes Risiko für ein Kind mit einem Neuralrohrdefekt tragen, sollten bereits präkonzeptionell (vor Eintreten der Schwangerschaft ) bis zum Ende des I. Trimenons Folsäure in einer Dosierung von 5 mg pro Tag erhalten. Es wäre dann auch vor Ort zu besprechen, ob man diese Störung, die individuell eben unterschiedlich ausgeprägt sein kann, so einschätzt, dass man in einer Schwangerschaft auch Maßnahmen zur Verdünnung des Blutes ergreift. Hier ist es dann sehr ratsam entweder über den Frauenarzt /Frauenärztin mit einem Speziallaboratorium, das sich in der Diagnostik der Thrombophilien gut auskennt, oder über eine entsprechend erfahrene, klinische Einrichtung abzuklären, ob eine solche Schwangere schon von Beginn der Schwangerschaft an neben Kompressionsstrümpfen auch ein Mittel zur Blutverdünnung benötigt. Die prophylaktische Verabreichung niedermolekulare Heparine in der Schwangerschaft kann schon als recht sicher bezeichnet werden. Mögliche Nebenwirkungen unter einer solchen Therapie treten selten auf, sollten aber bedacht werden: es kann zum Abfall der Blutplättchen kommen oder Blutungen hinter dem Mutterkuchen, beim Kind sind keine negativen Folgen zu erwarten. 2. die Kontrollintervalle des Homocysteinspiegels in der Schwangerschaft stimmen Sie am besten mit Frauenärztin/Frauenarzt ab. NAch der Schwangerschaft werden meist einjährliche Kontrollen empfohlen. 3. eine Verhütung mit östrogenhaltigen Verhütungsmitteln ist meist wegen des erhöhten Thromboserisikos sicher nicht erlaubt. VB
Mitglied inaktiv
Danke Dr. Bluni, endlich mal eine konkrete Aussage. Könnte ich auch nicht den Nuva Ring benutzen ?