Mitglied inaktiv
Guten Tag, gestern wurde bei mir in der 9. Woche leider eine Molenschwangerschaft festgestellt, Ausschabung wird am Freitag sein. Nach einer kurzen Recherche im Netz bin ich auf den Begriff Blasenmole gestoßen. Entsteht bei jeder Molenschwangerschaft eine vollständige bzw. unvollständige Blasenmole? Ist die Ursache immer ein Gendefekt oder können es auch eine schlechte Lebensweise oder andere äußere Einflüsse (z.B.Radioaktivität) sein? Wie groß ist die Gefahr, dass sich ein Karzinom bildet? Wie sieht es mit der Wiederholungsgefahr aus, es ist die zweite Fehlgeburt in Folge (die erste Fehlgeburt war keine Molenschwangerschaft)? Wäre evtl. eine humangenetische Beratung sinnvoll? Vielen Dank, K.
hallo, die Ausprägung der Mole kann immer sehr unterschiedlich sein und ein Carzinom entwickelt sich hier sicher nur sehr selten. Die Wiederholungswahrscheinlichkeit liegt etwa bei 20% und ganz sicher spielen persönliche Faktoren keine Rolle. Zu einer genetischen BEratung muss nach einer Molenschwangerschaft nicht grundsätzlich geraten werden. Von einer Blasenmole spricht man, wenn die Schwangerschaft partiell oder komplett oedematös, traubenförmig degeneriert ist und es unter Umwandlung in bis traubengroße u. traubenförmig angeordnete, mit heller Flüssigkeit gefüllte Bläschen kommt. Diese Entartung kann lokal begrenzt bleiben oder sich sogar zu einem bösartigen Tumor entwickeln. VB