Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Mach mir Sorgen! -Dringend-

Frage: Mach mir Sorgen! -Dringend-

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Bin jetzt in der 28 SSW, ist mein erstes Kind und ich hab eine Vorderwandplazenta. Die letzten 3 Wochen war ich krankgeschrieben…meine Kleine hat sich tagsüber hin und wieder bewegt, hauptsächlich, wenn ich mich hingelegt habe und abends wurde sie etwas aktiver… Ich hab allerdings auch oft sehr lang geschlafen und tagsüber bin ich des öfteren spazieren gegangen oder war einkaufen…also in Bewegung… Wenn sie sich bewegt hat, konnte man das manchmal richtig sehen…natürlich hab ich auch nicht immer drauf geachtet… Seit gestern geh ich wieder arbeiten, d.h. um 04.15 aufstehen, um 05.00 auf den Weg zur Arbeit machen (ein Stück mit Auto, ein Stück mit Bahn), um ca. 06.45 bin ich dann auf der Arbeit und sitze überwiegend… Und seit gestern spür ich die Kleine so viel…es fängt schon nach dem Aufstehen an, im Auto spür ich sie, in der Bahn…die 20 Minuten, die ich zu Fuß gehe ist sie ruhig und so bald ich auf der Arbeit sitze geht es wieder los… Heute ist es genau so wie gestern, deswegen mach ich mir jetzt Sorgen… Soll ich zum Arzt gehen? Wenn ja, sofort oder bis morgen oder bis Freitag abwarten?


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Liebe Angelina, ein starres Schema haben die Kinder nicht, nach dem sie sich bei allen Schwangeren gleich bewegen. Dies kann individuell völlig variieren und an vielen Faktoren liegen. Aber, die subjektiv erlebten Kindsbewegungen geben indirekt Aufschluss über das Wohlbefinden des Ungeborenen. Ein gesundes und vitales Kind bewegt viel und oft. Ein krankes oder beeinträchtigtes Kind schont sich und bewegt sich entsprechend weniger und "lebt auf Sparflamme". Werden die Kindsbewegungen eindeutig seltener oder häufiger als gewohnt registriert, sollte der Zustand des Kindes mittels CTG, Ultraschalluntersuchungen und klinischen Parametern überprüft werden. Sofern die Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt oder Frauenärztin hier aber unauffällig sind, ist der Schwangern zu empfehlen, bei kurzfristiger "Ruhe im Bauch", als auch bei zeitweilig verstärkter Aktivität nicht gleich beunruhigt zu sein. Wichtig zu wissen, ist sicher auch, dass reife Feten ein Drittel des Tages im Tiefschlaf verbringen und nur ein Zehntel des Tages wirklich wach sind! Auffällig wären zum Beispiel länger als 24 Stunden anhaltende, reduzierte Bewegungen. Ansonsten lässt sich aus dem Bewegungsmuster bei bisher unauffälligen Untersuchungen nicht gleich etwas Krankhaftes ableiten. VB


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