Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Keine SS-Frage:

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Guten Tag Dr. Bluni, ich habe keine Schwangerschaftsfrage, aber hoffe trotzdem, daß Sie mir vielleicht helfen können. Seit ein paar Monaten habe ich immer VOR der Periode, ca. 3-4 Tage vorher (nicht so sehr währenddessen), schon ziemliche Schmerzen. Hatte ich früher nicht - könnte das mit meinem KS 2002 zusammenhängen? Auch bin ich recht "hormongebeutelt", also während der Periode sehr schwankend, danach ein ziemliches Tief, dann ein paar Tage relativ gut gelaunt, dann wieder ein Tief - ich kann eigentlich die Uhr danach stellen :-( Ich nehme keine Verhütungsmittel. Am Montag einen Arzttermin, aber vielleicht können Sie mir schon mal weiterhelfen, was es sein KÖNNTE (Hormonhaushalt im Argen...) LG Antje


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Antje, in vielen Fällen zeigt sich bei Frauen nicht ein ständig gleichmäßiges Zyklusverhalten/Blutungsverhalten. Insbesondere sind es schon mal stärkere, manchmal schmerzhafte und vielleicht auch verkürzte/verlängerte oder unregelmäßige Blutungen. Diese können begleitet sein von Beschwerden vor und während der Blutung. Sofern organische Ursachen ausgeschlossen sind - was man meistens kann - sollte die Frauenärztin/der Frauenarzt über die möglichen Ursachen und Therapieoptionen sprechen. Auch zu denken ist an Ursachen, wie Stress jeglicher Art, hormonelle Ursachen der Schilddrüse, männliche Hormone, Eierstockhormone oder dem milchbildenden Hormon. Nicht immer muss man hier gleich Hormone einsetzen, sondern kann entweder erst mal zuwarten oder in einigen Fällen schon mit Mönchspfeffer gute Erfolge erreichen. Die schmerzhafte Regelblutung kann viele Ursachen haben. Hier sind organische Ursachen einerseits auszuschließen; wichtig ist aber auch die genaue Beschreibung der Frau zu diesen Beschwerden, dann kann man darüber sprechen, wie man diesen Beschwerden am besten begegnet. Bei Regelschmerzen ohne konkrete Ursache ist immer auch an die Prophylaxe mit Magnesium zu denken und den VErzicht auf Kaffee zu diesem Zeitpunkt. Das individuell sinnvollste Vorgehen sollte mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin besprochen werden. Die Stimmungsschwankungen während der Blutung lassen immer auch an ein prämenstruelles Syndrom denken. Das prämenstruelle Syndrom (PMS) wird definiert als regelmäßig in der zweiten Zyklushälfte (Lutealphase) auftretende, ausgeprägte körperliche und psychische Beschwerden. Das PMS tritt in milder Form bei etwa jeder vierten Frau auf, eine behandlungsbedürftige Ausprägung wird bei etwa 5% aller Frauen angenommen. Die Erstmanifestation ist meist ab dem 3.Lebensjahrzehnt. Die Symptome sind außerordentlich vielfältig, wobei im Vordergrund Mastodynie (Brustbeschwerden), abdominale Beschwerden mit Völlegefühl, Übelkeit und Aufgetriebensein, Ödeme, Kopfschmerzen, Depressionen, Angstzustände, Konzentrations-schwierigkeiten, Libidoveränderungen und abnormes Eßverhalten stehen. Diese kurze Auflistung ist aber nicht vollständig, da bei 350 Studien annähernd 200 (!) verschiedene Symptome genannt wurden. Ohne hier jetzt ins Detail zu gehen (Sie können in einer der Suchmaschinen hierzu reichlich Informationen finden), scheinen regelmäßige körperliche Aktivität und ausgewogene Ernährung mit Aufnahme ungesättigter Fettsäuren einen günstigen Einfluss auszuüben. Darüber hinaus: Pflanzliche Präparate mit Auszügen aus Mönchspfefferfrüchten (Agnus castus) Ovulationshemmer (bspw. die Pille) Stimmungsaufhellende Präparate (Antidepressiva) Vitamin B6 VB


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