Mitglied inaktiv
Ich bin jetzt in der 9. SSW und es wurde festgestellt, dass ich - entgegen meiner Kenntnis - doch keine Röteln in der Kindheit hatte, auch eine Rötel-Impfung vor der Pubertät scheint nicht zu reichen (Rötel-Test Titer von 1:16). Damit bin ich nicht immun gegen eine Rötelerkrankung. Meine Frage ist nun, wie hoch das Risiko für eine Frau während der Schwangerschaft ist, sich mit Röteln anzustecken, wenn sie von Berufs wegen und Familienkreis o.ä. planmäßig eigentlich nicht mit Kindern in Kontakt kommt. Allerdings Kontakt mit Erwachsenen (Universität). Gibt es Erfahrungswerte, wie hoch das Risiko, zu erkranken, ist? Und welches Risiko besteht bei Erkrankung der Schwangeren nach Beendigung der kritischen ersten 3 Monate für das Kind?
liebe Lina, Ist der Röteltiter nur grenzwertig oder nicht ausreichend, braucht die Frau sich hier nicht gleich zu sorgen. Sie sollte aber vorsorglich alle Kontakte zu bekanntermaßen an Röteln Erkrankten meiden. Schwangere, bei denen ein Befund vorliegt, der nicht auf Immunität schließen läßt, sollen aufgefordert werden, sich unverzüglich zur ärztlichen Beratung zu begeben, falls sie innerhalb der ersten vier Schwangerschaftsmonate Röteln-Kontakt haben oder an rötelnverdächtigen Symptomen erkranken. Auch ohne derartige Verdachtsmomente soll bei diesen Schwangeren in der 16. bis 17. Schwangerschaftswoche eine erneute Antikörper-Untersuchung durchgeführt werden. Besteht die Gefahr, dass eine Schwangeren angesteckt wurde, muss der Antikörperstatus vom Arzt überprüft werden. Wegen der Schwere der zu erwartenden Missbildungen, wird bei nachgewiesener Infektion das weitere Vorgehen mit den Betroffenen diskutiert. Nach der Schwangerschaft würde man der Frau bei nicht ausreichendem Immunschutz raten, sich erneut impfen zu lassen. Die Infektionsrate beträgt bei fehlender Immunität ansonsten in der 13. bis 14. SSW noch 54% und 25-30% zum Ende des zweiten Schwangerschaftsdrittels. VB
Mitglied inaktiv
Vielen Dank für die schnelle und genaue Antwort. MIt freundlichem Gruß Lina