Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Kaiserschnitt

Frage: Kaiserschnitt

Mitglied inaktiv

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Sehr geehrter Herr Dr. Bluni, ich schreibe an Sie aus Südamerika, da ich mir nicht sicher bin, wie ich die Informationen hier werten soll. Ich erwarte im Dezember mein 2. Kind und (LEIDER) muß auch dieses Kind aus medizinischen Gründen per Kaiserschnitt zu Welt kommen. Könnte man denken, ich bin ich hier im Land der Kaiserschnitte und Schönheitsoperationen gut bedient. Ich habe auch eine m.E. vertauenswerte Frauenärztin und ein intl. annerkanntes Krankenhaus. Als ich aber mit meiner Frauenärztin über die Geburt sprach, war ich sehr irritiert. Sie meinte, ich könne nach 3 Tagen wieder nach Hause. ICh erwiderte, dass ich vom 1. Kaiserschnitt in Deutschland weiß, dass ich nach 3 Tagen noch nicht fit war. Die Antwort war: 'Kein Problem, Du hast dann keine Schmerzen, Du bekommst Morphium....' Ist das normal /üblich???!!! Hat das keine Auswirkungen auf mein Baby wenn ich stillen möchte? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es gut ist, (unter Morphium?) so früh nach Hause zu gehen. Meine Frage an Sie: ist das auch in Deutschland üblich und nicht schädlich für das Baby? Falls doch: was kann ich als Alternative vorschlagen (in Deutschland wurde mir damals für Schmerzen eine Voltaren 100 neben das Bett gelegt, und ich konnte entscheiden, ob ich das benötige oder die Schmerzen aushalten kann). Vielen Dank für Ihren Rat und sonnige Grüße, BRA09


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, selbstverständlich sind die Gepflogenheiten im Gesundheitssystem nicht überall so, wie in Deutschland und auch hier ist ganz bestimmt nicht alles der Weisheit letzter Schluss. So werden bei uns bei problemlosen Verlauf die Frauen nach Kaiserschnitt oft auch nach dem 4. Tag entlassen und wenn sie sich besonders gut fühlen und es wünschen, kann es auch der dritte Tag sein. Bei entsprechenden Schmerzen wird in den ersten Tagen z.B. Ibuprofen, Diclofenac oder bei stärkeren Beschwerden auch Piritramid (Dipidolor®) verabreicht, was letztlich auch nur ein synthetisches Opioid ist und damit ein Morphin-Abkömmling. Stimmen Sie sich dazu in jedem Fall vor Ort mit der Klinik und Ihrer Frauenärztin ab. Beste Grüße nach Südamerika VB


Mitglied inaktiv

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Vielen Dank für Ihre schnelle und kompetente Antwort, Herr Bluni. Darf ich noch an einer (der für mich wichtigsten) Stelle nachhaken: Was bedeuten diese Opioide für das Baby wenn ich stille? Wird es aufgenommen... Ich weiß von anderen Ausländerinnen die hier entbunden haben, dass hier z.B. ohne Fragen /Erklärung für die Mutter PDAs gelegt werden und Schmerzmittel gegeben - nur kein bißchen Schmerzen scheint die Maxime. Nach der Geburt dauert es ja ein wenig bis der Milcheinschuß kommt und die Mittel werden (soweit ich verstanden habe) abgebaut ... aber am 2./3. Tag? Offensichtlich überleben es hiesige Babies aber ich möchte unnötige Medikamente für das Baby vermeiden. Danke & Gruß


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