Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Kaiserschnitt!

Frage: Kaiserschnitt!

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Hallo, sie haben mir letztens auf meine Frage geantwortet, dass man nach einem Kaiserschnitt ein Jahr warten soll bis man wieder schwanger wird. Nun sind seit meinem Kaiserschnitt 14 Monate vergangen, also könnte ich jetzt schwanger werden. Nun habe ich gehört, dass es ratsamer sei 2-3 Jahre zu warten, da nach einem Jahr noch immer das Risiko eines Gebärmutterrisses oder einer vorzeitiger Plazentalösung noch sehr hoch ist? Stimmt das denn überhaupt? Wie oft kommt sowas denn überhaupt vor? Ebenso habe ich gehört, dass wenn man so kurzhintereinader Kinder bekommt, es nicht gut für die Gebärmutter ist, denn diese ist durch die Geburten sehr geschwächt und ausgedehnt und es öffters zu Komplikationen in der folgenden SS kommt. Stimmt das auch? Ich hatte meine erste Geburt (sponatan) 21.12.2002 die zweite (Sectio) 6.6.2004 und planen eben für 2006 noch das letzte Kind. Ich hatte sonst einen unproblematischen Kaiserschnitt und eine gute Wundheilung und war nach dem Kaiserschnitt schnell wieder fit. Danke für Ihre Antwort.


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, die von mir gemachten Angaben entsprechen den allgemeinen Empfehlungen und diese Wartezeit wird auch für eine Schwangerschaft nach einer normalen Geburt empfohlen. Darüber hinaus länger zu warten, bietet nicht mehr Sicherheit. Bei einer Schwangerschaft/Geburt nach einem oder mehreren Kaiserschnitten ergeben sich besondere Risikenn im wesentlichen durch die mögliche Ruptur der Gebärmutter. Dieses kann während der Gravidität (sehr selten) als auch unter der Geburt eintreten. Man spricht von einer kompletten Ruptur, wenn es zur Zerreißung des Bauchfells über der Gebärmutter (viszerales Peritoneum) mit mit teilweisem Vorfall fetaler Anteile in die Bauchhöhle kommt. Dies bringt eine akute Gefährdung von Mutter und Kind mit sich. Geht die Naht ein wenig auseinander (Nahtdehiszenz), kann dieses ohne Symptome verlaufen. Die Ruptur der Gebärmutter noch während der Schwangerschaft bei regelmäßiger Wehentätigkeit ist offensichtlich so selten, dass es hierzu keine Zahlen in der Literatur gibt, auch wenn die Anzahl der Kaiserschnitte deutlich zugenommen hat. Auch für Schwangere mit mehr als zwei Kaiserschnitten ist der Versuch einer Spontangeburt nicht zwangsläufig mit einem deutliche erhöhten Risiko einer Uterusruptur verbunden. Ein Auseinanderweichen der Naht findet sich 1,8-5,5% der Fälle bei Zustand nach zwei oder mehr Kaiserschnitten. Eine Narbenruptur fand sich nach einmaligem KS in 0,69% und nach 2maligem KS in 0,67%. VB


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