Mitglied inaktiv
Ich muß leider immer per Kaiserschnitt entbinden. Ich habe Netzhautablösung auf beiden Augen und die Gefahr der Erblindung ist einfach zu groß. Meine Tochter habe ich im Oktober 1999 per Kaiserschnitt entbunden. Im Juni dieses Jahres wurde mein Sohn Fabian tot geboren, auch per Kaiserschnitt. Sein kleines Herz hat einfach aufgehört zu schlagen, keiner weiß warum. Jetzt bin ich wieder schwanger, in der 8. Woche. Im Sternenkinderforum habe ich nun gelesen, daß die Gefahr einer Totgeburt steigt, wenn man vorher schon einen Kaiserschnitt hatte. Jetzt habe ich natürlich angst, daß wieder was passieren kann. Schreckliche Angst. Ich werde meinen kleinen Schatz nie vergessen, aber wir wünschen uns doch dieses Kind auch, lebendig und gesund. Was kann man nun vorbeugend tun, damit nichts passiert. Angst habe so schon genug. Ich bitte um Antwort Viele Grüße Sabine
liebe Sabine, sicher ist diese Information, dass es nach einem oder mehreren Kaiserschnitten gehäuft zu Totgeburten käme, völlig falsch und entbehrt der Grundlage! Dieser Verlauf ist ein sehr trauriges Ereignis für die Betroffenen und nicht immer lassen sich hier Ursachen finden. Dieses auch trotz einer eventuellen Obduktion des Kindes. Neben einer nicht ausreichenden Versorgung des Kindes infolge einer Plazentainsuffizienz, können Herzfehler, eine kurze Nabelschnur, ein Nabelschnurknoten oder eine Nabelschnurumschlingung, andere gröbere Missbildungen oder genetische Störungen in Frage kommen. Sofern der Verlauf einer kommenden Schwangerschaft unauffällig ist - nach einer entsprechenden Vorgeschichte, bei der man keine Grund fand, würde man um so aufmerksamer nach Warnhinweisen schauen - sollte die Frau sich bestimmt erst mal nicht sorgen. Weitere Gründe für einen Spätabort können u.a. sein: anatomische genetische inkl. Missbildungen infektiöse Gebärmutterhalsschwäche, vorz. Blasensprung hormonell bedingte Allgemeinerkrankungen der Mutter Wachstumsminderungen/Plazentainsuffizienz Sicher wäre in Absprache mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin über die notwendigen und sinnvollen Kontrollen zu sprechen. VB
Mitglied inaktiv
Na ja, so ganz aus der Luft gegriffen ist das nicht, immerhin handelt es sich um eine seriöse Studie: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,275989,00.html
liebe Maja, vielen Dank für diese interessante Rückmeldung mit Hinweis auf die im Lancet veröffentlichte Studie. Allerdings ist es in der Wissenschaft schon so, dass man aus einer Studie hierzu noch keine allgemein gültigen Rückschlüsse ziehen kann. Sicher sollten die mit einem Kaiserschnitt verbundenen Risiken nicht beschönigt werden. In Zeiten, wo aber die Zahl der so genannten Wunschkaiserschnitte immer mehr zunimmt, wird dieses sicher häufig vergessen. VB
liebe Maja, vielen Dank für diese interessante Rückmeldung mit Hinweis auf die im Lancet veröffentlichte Studie. Allerdings ist es in der Wissenschaft schon so, dass man aus einer Studie hierzu noch keine allgemein gültigen Rückschlüsse ziehen kann. Sicher sollten die mit einem Kaiserschnitt verbundenen Risiken nicht beschönigt werden. In Zeiten, wo aber die Zahl der so genannten Wunschkaiserschnitte immer mehr zunimmt, wird dieses sicher häufig vergessen. VB
Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Dr. Bluni, vielen Dank für Ihr Schreiben. Jetzt bin ich wieder etwas ruhiger. Aber ich denke die Angst bleibt die nächsten Wochen bestehen. Ich werde aber morgen mit meinem Frauenarzt reden. Denn nochmal so etwas mitmachen möchte ich nicht. Es ist immer noch schlimm und ich werde mein Kind und die Umstände nie vergessen und doch hoffe ich, daß dieses Kind gesund und lebendig auf die Welt kommt. Vielen Dank nochmal, mit freundlichen Grüßen Sabine
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