Mitglied inaktiv
lieber dr. bluni habe bis zur 12 ssw. ein zusatzpräperat für ss genommen. dann nicht mehr, achte aber sehr auf gesunde ernährung (meerfisch...). lese nun überall, dass man jod niemals durch gesunde ernährung decken kann (stieß blöderweise erst jetzt darauf :((( bin aber schon in der 31. ssw. nun zur frage: macht es noch sinn, jetzt jodtabletten zu nehmen? (mein fa hat nie diesbezüglich was gesagt) wie wirken sich mögliche schäden durch mangel aus? sieht man das am wachstum des babys? mein baby hat immer normale maße. kann es noch andere schäden geben? danke und gruss edith, 31.ssw
liebe Edithz, ja, die Information bezüglich der Jodidsubstitution ist völlig richtig: die offizielle Empfehlung, die auch von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE: www.dge.de)herausgegeben wird, ist, dass die Frau (sofern keine Schilddrüsenerrkrankung vorliegt)schon mit Kinderwunsch und natürlich während der Schwangerschaft und Stillzeit täglich 200 Mikrogramm Jodid zusätzlich substituiert, unabhängig von der Ernährung oder Einnahme von jodiertem Salz. Die Vorteile für das Kind liegen hier wissenschaftlich in vielen Studien erwiesen eindeutig auf der Hand. Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Jod. Ein Jodmangel kann sich nicht nur an einer Vergrößerung der Schilddrüse zeigen, sondern hat für Schwangere noch schwerwiegendere Folgen. Ein Jodmangel des ungeborenen Kindes beinträchtigt seine Entwicklung weitreichend. Die Neugeborenen zeigen eine verlängerte Neugeborenengelbsucht, sind trinkfaul und bewegungsarm. Wenn die Diagnose nicht frühzeitig gestellt wird, kann sich das Vollbild des Kretinismus (dysproportionierter Zwergwuchs mit Intelligenzeinschränkung) entwickeln. VB