Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Bluni, ich hatte vor einem Jahr einen Jodmangel (TSH 4.95), der sich durch die regelmäßige wöchentliche Einnahme von Jodetten Depot wieder gegeben hat (TSH aktuell 1,77). Meine FÄ hat mir empfohlen, aufgrund der Jodetten-Einnahme, auf weitere Jodzufuhr zu verzichten und nur Folsäure zuzuführen, daran habe ich mich gehalten - obwohl mir das nicht ganz logisch schien: wenn ich für mich Jod nehmen muß, dann habe ich doch wg. der Schwangerschaft wiederum einen erhöhten Bedarf und könnte ganz einfach Folio o.ä. zusätzlich nehmen. So sah das heute auch mein Hausarzt, der mir genau das bis zum Ende der Stillzeit (bei erneuter TSH_Bestimmung je ca. 3 Wochen vor und nach der Entbindung) empfahl. Jetzt bin ich natürlich verunsichert und würde gerne auch Ihre Meinung dazu lesen. Vielen Dank & herzliche Grüße, Hanne (30. Woche)
liebe Hanne, es ist schon richtig, dass man bei eine Frau mit einer Schilddrüsenfunktionsstörung, die hier auch entsprechende Medikamente einnimmmt, mit einer Jodidsubstitution zurückhaltend sein sollte. Denn in einigen Fällen ist dieses nicht möglich. Und deshalb sollte dann darüber der behandelnde Facharzt/Hausarzt entscheiden. Wenn es hier unterschiedliche Meinungen gibt, macht es immer Sinn, wenn Frauenarzt oder Frauenärztin und der die Schilddrüse behandelnde Arzt sich absprechen. VB