Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Bluni, ich schleppe seit einer Woche Halsschmerzen mit mir herum, die nicht besser werden. Nun kam beim Blutbild heraus, dass meine Leukozyten bei 13,8 liegen anstatt zw. 3,6 und 10. Der Hausarzt wollte mir aber anscheinend nicht sagen, ob das jetzt schlimm ist für das Baby oder mich oder was das genau bedeutet... Außerdem liegt mein HGB Wert bei 11,3 und mir wurde geraten jetzt Eisenpreparate zu nehmen. Ich trinke schon jeden Tag Saft mit extra Eisen, was aber wohl nichts bringt. Tabletten möchte ich aber nicht nehmen, da ich auch unter Reizdarmsyndrom leide...gibt es da noch andere Möglichkeiten? Vielen Dank im Voraus Sabrina
Liebe Sabrina, 1. eine Erkältung oder Entzündung kann selbstverständlich eine Erhöhung der Leukozytenwerte mit sich bringen. Das ist in dem Zusammenhang nicht ungewöhnlich. 2. darüber hinaus bringt eine Schwangerschaft eine physiologische Erhöhung der weißen Blutkörperchen (Leukozytose) mit sich. So können sie in der Schwangerschaft auf 15.000; im Wochenbett gar auf Werte um 20.000 steigen. Dem liegt also nicht gleich eine Entzündung zugrunde. Besteht hier der Verdacht, dass dem etwas entzündliches zugrunde liegt (Klinik beachten: Temperatur, Puls u.a.), wäre neben dem großen Blutbild auch der CRP-Wert wichtig (Verlaufskontrolle hier). Weiteres kann am besten der behandelnde Arzt vor Ort entscheiden. 3. in der Schwangerschaft steht durch Ernährungsdefizite eine Eisenmangelanämie im Vordergrund, die sich nach der Geburt durch größere Blutverluste und auch fehlende Prävention und Therapie dieser Blutverluste bei Geburt verstärken kann. Die WHO definiert eine Anämie beim Vorliegen eines Hämoglobinwertes unter 11 g/dl in der Schwangerschaft und unter 10 g/dl in der Wochenbett-Periode. Es ist gesichert, dass niedrige Hämoglobinwerte in der Schwangerschaft und im Wochenbett - insbesondere Werte unter 9 g/dl -deutliche Negativauswirkungen auf den Schwangerschaftsverlauf und die kindliche Entwicklung haben. Als negative Auswirkungen einer Anämie stehen bei der Mutter gehäufte Infektionen und Frühgeburtlichkeit im Vordergrund. Beim Ungeborenen stehen die Wachstumsminderung mit Mangelentwicklung und Frühgeburtlichkeit im Vordergrund. Als Prophylaxe ist zunächst der Genuss eisenreicher Nahrung zu empfehlen: Der größte Eisenlieferant ist Fleisch, vor allem Rindfleisch. Das tierische Eisen ist für unseren Organismus besser zu verarbeiten als das pflanzliche. Darüber sollten reichlich Vollkornprodukte und dunkles Gemüse verzehrt werden. Kaffee und Tee hemmen die Eisenaufnahme; Vitamin C erleichtert sie. Wer also zum Essen Orangensaft trinkt oder in die Salatsoße etwas Zitronensaft gibt, verbessert damit seine Eisenbilanz. Bei Vorliegen einer Anämie ist in jedem Fall die Verabreichung eines Eisenpräparates zu empfehlen. Das Eisenpräparat kann bei Nebenwirkungen ausnahmsweise auch mal nicht auf nüchternen Magen und vielleicht am Abend eingenommen werden, da dann die Nebenwirkungen überschlafen werden. Ansonsten sollte es eben besser auf nüchternen Magen und morgens eingenommen werden. VB
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