Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Hausmittel

Frage: Hausmittel

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Guten Tag Dr.Bluni!Ich wollte mal fragen,ob es irgendwelche Hausmittel oder so gibt,die die Fruchtbarkeit fördern bzw.dass man schneller schwanger wird?Ist es sinnvoll schon vor der Schwangerschaft Folsäuretabletten zu nehmen?Und wenn ja,Wie lange dasrf man sie nehmen?Kann man sie auch über Jahre hinweg als Nahrungsergänzung nehmen oder sind die auf Dauer schädlich??Ist Grüner Tee oder Pu-her Tee in der Schwangerschaft gefährlich?So das war es erstmal an Fragen!Vielen Lieben Dank schon mal im Vorraus Dr.Bluni Liebe Grüsse


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Dania, auch, wenn es immer wieder Berichte über solche "Wundermittel" gibt, ich kenne bis heute keine. Am wichtigsten ist es über Einflüsse des lifstyles zu sprechen, die sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken: Alkohol, Nikotin, Stress (bei beiden) und einem eventuellen Übergewicht bei der Frau gesprochen werden. Folsäure kann und soll schon vor der sw eingenommen werden. Hier gibt es keine zeitliche Beschränkung: die offizielle Empfehlung, die auch von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE: www.dge.de)herausgegeben wird, ist, dass die Frau (sofern keine Schilddrüsenerrkrankung vorliegt)schon mit Kinderwunsch und natürlich während der Schwangerschaft und Stillzeit täglich 200 Mikrogramm Jodid zusätzlich substituiert, unabhängig von der Ernährung oder Einnahme von jodiertem Salz. Die Vorteile für das Kind liegen hier wissenschaftlich in vielen Studien erwiesen eindeutig auf der Hand. Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Jod. Ein Jodmangel kann sich nicht nur an einer Vergrößerung der Schilddrüse zeigen, sondern hat für Schwangere noch schwerwiegendere Folgen. Ein Jodmangel des ungeborenen Kindes beinträchtigt seine Entwicklung weitreichend. Die Neugeborenen zeigen eine verlängerte Neugeborenengelbsucht, sind trinkfaul und bewegungsarm. Wenn die Diagnose nicht frühzeitig gestellt wird, kann sich das Vollbild des Kretinismus (dysproportionierter Zwergwuchs mit Intelligenzeinschränkung) entwickeln. Bei der prophylaktischen Gabe von Folsäure schon bei Kinderwunsch und mindestens in den ersten 3-4 Monaten der Schwangerschaft ist es das Gleiche. Neuere Untersuchungen stützen die Vermutung, daß eine gute Versorgung mit Folsäure in der Frühschwangerschaft das Risiko für Neuralrohrschäden, d. h. einen offenen Rücken des Kindes, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten und ähnliche Fehlbildungen mindert. Zur Unbedenklichkeit des Genusses der beiden Teesorten liegen mir keine Daten vor. VB


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